Berlin : Marzahn: Historisches Heizhaus wurde neuer Hörsaal

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Das historische Kesselhaus auf dem Gelände des Unfallkrankenhauses Berlin ist zu einem modernen Hörsaal umgebaut worden. Doch nicht nur Medizinern sollen die Räume für Weiterbildungen oder Symposien zur Verfügung stehen, sondern auch der breiteren Öffentlichkeit.

Aus dem halbverfallenen Gebäude entstand ein Schmuckstück, das Haus wurde seit Sommer vorigen Jahres denkmalgerecht saniert. Aber die Vergangenheit ist trotzdem gegenwärtig: So wurde der große Saal zwar mit modernster Technik ausgestattet, aber nur drei Wände mit einem neuen, hellen Putz versehen. Eine Seite behielt ihre rustikalen, dunkelroten Backsteine.

1893 ging das Heizhaus, das damals zur "Städtischen Anstalt für Epileptische" gehörte, in Betrieb. Den gesamten Komplex des späteren Griesinger Krankenhauses hat der Stadtbaurat Hermann Blankenstein entworfen. 162 Zuhörer können jetzt auf den Drehstühlen in der umgebauten Halle Platz nehmen. Sie blicken direkt auf zwei große Projektionswände im vorderen Bereich des Hörsaals. Im Nordflügel des Gebäudes wird zurzeit noch gewerkelt. In ein bis zwei Monaten sollen dort Ausstellungen oder Seminare stattfinden. Die äußere Hülle erstrahlt bereits in neuem Glanz: Hellbraune Klinker umrahmen eine beige Fassade. Durch die breiten Fenster kann man in den geräumigen, licht durchfluteten Saal schauen. Ob allerdings der danebenliegende Wasserturm ebenfalls ausgebaut wird, ist noch unklar. Finanziert wurde die 6,7 Millionen Mark teure Sanierung des Kesselhauses durch Sponsoren. Der Hörsaal an der Warener Straße 7, kann unter der Telefon 56 81 13 41 gemietet werden.

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