Berlin : Marzahner Gemeinschaftsaktion: Firmen helfen bei Berufswahl

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18 Marzahner Schulen erhalten in den nächsten Wochen und Monaten Besuch von ortsansässigen Unternehmern. Die Mitarbeiter werden den Jugendlichen während des Unterrichts über ihre Firmen berichten, Anforderungen, die an Azubis gestellt werden, erläutern und möglicherweise Alternativen zu artverwandten Berufen aufzeigen. Mit dieser Gemeinschaftsaktion von dem Marzahner Wirtschaftskreis (MWK), dem Arbeitsamt Berlin Ost, der CDU-Mittelstandsvereinigung und dem Bezirksamt sollen Kontakte zwischen Firmen und Schulen vermittelt werden, sagt MWK-Vorsitzender Wolfgang Loos.

Unter dem Motto "Unternehmer in die Schulen" will man die Jugendlichen auf die bevorstehende Berufswahl vorbereiten. "Oft bewerben sich die jungen Leute irgendwo und haben keine Vorstellung vom künftigen Job", sagt Loos. Man wolle den Mädchen und Jungen erläutern, wie man Ansprechpartner findet und ihnen gegebenenfalls auch Ideen für bevorstehende Praktika geben. Eines stehe allerdings fest: Mehr Ausbildungsplätze entstehen durch die Marzahner Aktion nicht, betont Arbeitsamtsdirektor Bruno Friedrich Pilgrimm.

Ende August waren im Bezirk noch 800 Jugendliche ohne eine Lehrstelle. Inzwischen sei die Zahl zwar gesunken, meint Pilgrimm, doch zufrieden sein könne man noch lange nicht. Seiner Auffassung nach müsse durch die "Unternehmerinitiative" den jungen Leuten auch verdeutlich werden, dass die Berufswahl ein Prozess sei und kein Schnellschuss. "Und dass man nicht nach der fünften oder zehnten Bewerbung resignieren darf."

62 Marzahner Firmen sowie der Bürgermeister und drei Stadträte beteiligen sich an den Besuchen. Sie werden zunächst zu 18 Schulen in 70 Klassen kommen. Mehr Schulen reagierten bislang nicht auf das Angebot. Um die Suche nach einem Praktikumsplatz zu erleichtern, erarbeiteten Schüler der Oberschule am Landsberger Tor einen Praktikumsatlas. Bislang sind in dem Papier 100 ortsansässige Unternehmen verzeichnet.

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