Maserati-Affäre : Aufstieg und Fall von Harald Ehlert

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DER START

1988 gründet Harald Ehlert mit anderen die Treberhilfe in Schöneberg und betreut Obdachlose und Jugendliche mit einem Team aus ehrenamtlichen Kräften und Mitarbeitern aus AB-Maßnahmen. Drei Jahre später zählt die Treberhilfe bereits 25 hauptamtliche Mitarbeiter.

Im Jahr 2005 entsteht die gemeinnützige Gesellschaft, die vom früheren Verein und Harald Ehlert selbst gehalten wird. Weil Ehlert Geschäftsführer und Aufsichtsratsmitglied in Personalunion ist, unterschreibt er als Arbeitgeber die Verträge, die er mit sich selbst als Arbeitnehmer schließt.

DIE WENDE

Februar 2010: Die Treberhilfe beschäftigt mehr als 150 Mitarbeiter, besitzt Immobilien und eine Flotte Dienstwagen. Ehlert nennt sich „Sozialunternehmer“ und rast mit einem schwarzen Maserati in eine Radarfalle. Weil er weder den Fahrer nennt noch Fahrtenbuch führen will, beschäftigt er die Gerichte. Damit beginnt die „Maserati-Affäre“. Im Juni 2011 kündigen Insolvenzverwalter und Evangelischer Diakonieverein Zehlendorf an, dass 100 Mitarbeiter der Treberhilfe in eine neu gegründete Gesellschaft wechseln. Die Treberhilfe wird abgewickelt.

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