Berlin : Maskierter löst Alarm aus in Berufsschule Kreuzberger Gebäude

von Polizei durchsucht

Zurückbleiben. Bewaffnete Polizisten beim Einsatz vor der Kreuzberger Schule. Foto: dpa
Zurückbleiben. Bewaffnete Polizisten beim Einsatz vor der Kreuzberger Schule. Foto: dpaFoto: dpa

Viel Ärger – wegen eines üblen Scherzes? Ein vermummter Mann hat am Dienstagmorgen für Aufregung im Oberstufenzentrum in der Kreuzberger Lobeckstraße gesorgt. Die Polizei löste Amokalarm aus – mehrere Schüler und Passanten sollen den bewaffneten Unbekannten gegen 8 Uhr in der Schule für Konstruktionsbautechnik gesehen haben. Der stellvertretende Schuldirektor hatte den Abschnitt 53 alarmiert, nachdem er dem maskierten Unbekannten begegnet war, hieß es bei der Polizei. Obwohl die Beamten mit rund 100 Einsatzkräften anrückten, durften die Schüler in ihren Klassen bleiben, das Gebäude wurde nicht wie sonst üblich evakuiert. Spezialisten durchkämmten nach Polizeiangaben die komplette Schule – ergebnislos. Erst nach fast vier Stunden brachen die Beamten die Durchsuchungsaktion ab, ohne dass der mutmaßliche Täter, eine Maske oder eine Waffe gefunden worden waren.

Für die Berufsschüler hatte der Alarm zumindest einen Vorteil: Sie erhielten für den Rest des Tages unterrichtsfrei. „Es standen eigentlich wichtige Prüfungen an“, sagten Schüler. Polizeisprechern zufolge wird nun wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen unbekannt ermittelt. Die Lobeckstraße war während der polizeilichen Maßnahmen zwischen der Gitschiner Straße und der Moritzstraße gesperrt.

Der Fall erinnert an einen Einsatz vor zwei Jahren. Damals hatte ein bewaffneter, damals 21-jähriger Mann gedroht, in seiner Kreuzberger Ex-Berufsschule in der Wrangelstraße jemanden umzubringen. 2000 Schüler wurden in Sicherheit gebracht, bei einem Großeinsatz durchsuchte die Polizei alle Räume. Noch am selben Abend wurde der Täter festgenommen. Trotz Vorstrafen blieb das Amtsgericht Tiergarten 2009 bei einer Bewährungsstrafe: Wegen Morddrohungen habe er sich wegen Störung des öffentlichen Friedens schuldig gemacht.hah

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