Berlin : Massen huldigen der Königin

1200 Gäste bei Eröffnung der Nofretete-Ausstellung

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Wenn Königinnen Berlin beehren, kennen die Berliner kein Halten mehr. Dabei ist die Dame, die am Montagabend am Kulturforum Hof hielt, eigentlich eine alte Bekannte: Nofretete. Die haben die Berliner alle bestimmt schon gesehen. Dennoch kamen, wie der Direktor des Ägyptischen Museums Berlin, Dietrich Wildung schätzte, etwa 1200 Besucher zum Kulturforum, füllten die Stühle, die Treppen, die Galerie. „Ein wahrhaft ungewohnter Anblick“, wie Generaldirektor PeterKlaus Schuster bemerkte. Ungewohnt auch die Präsentation der Ägypterin inmitten der Spitzenwerke der am Kulturforum angesiedelten Museen.

Für Dietrich Wildung war dieses Ereignis auch ein Stück Stadtgeschichte. Mit dem Umzug zum Kulturforum werde aus der Repräsentantin West-Berlins allmählich eine Gesamtberlinerin gut für ein neues „Wir-Gefühl“.

Der ägyptische Botschafter Mohammed El-Orabi zeigte sich hoch erfreut über das gewaltige Interesse, dass man einer ehemaligen ägyptischen Königin entgegenbringe. Dass erfülle natürlich auch die Ägypter mit Stolz. Für ihn ist Nofretete die „Perle Berlins“ und ein Aushängeschild seines Landes, das jedes Jahr von einer Million Touristen besucht werde.

Wer die Nofretete-Ausstellung (läuft bis 2. August) betrachten will, muss nun vielleicht Schlange stehen. Aber das hat Berliner und ihre Gäste – man erinnere sich an MoMA – noch nie gestört. R.B.

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