Berlin : Matter Glanz

Bernd Matthies

wundert sich über seltsame Gäste im Rathaus Irgendwas muss da schief gelaufen sein in der Einladungspolitik des Regierenden Bürgermeisters. Joseph Jackson war im Rathaus, der Vater von Michael J. und der Schöpfer der „Jackson Five“, mit Empfang, Gästebuch, der ganzen protokollarischen Wasserspülung.

Joseph Jackson, soso. Was mag ihn zu diesem prestigeträchtigen Besuch qualifiziert haben? Er ist kein bedeutender Sympathieträger, und seine notorisch handfesten Erziehungsmethoden mögen da und dort populär sein, beispielhaft sind sie nicht. Und er ist auch nicht zum ersten Mal in der Stadt. Genügt es also, dass einer, den man kennt, in Berlin ein wenig aufs Blech hauen lässt, krause Gerüchte von einem Neuschwanstein im märkischen Sand verbreitet und andeutet, er habe da massenhaft Kohle zum Anlegen?

Es gibt gewiss seriösere Investoren, die sich wünschen würden, in der Stadt nur annähernd so herzlich empfangen zu werden. Klaus Wowereit hat wohl etwas gemerkt und sich relativ schnell vom Acker gemacht. Aber wie es scheint, sind seine Alarmglocken wieder mal ein wenig zu spät ertönt.

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