Mediaspree : Behala besteht auf Hochhaus am Osthafen

Die Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft (Behala) hält offenbar an ihren Plänen für den Bau eines Hochhauses am Osthafen fest.

Das landeseigene Unternehmen hat einen Antrag auf Bauvorbescheid für ein bis zu 90 Meter hohes Gebäude neben der Elsenbrücke gestellt. „Wir brauchen Sicherheit“, sagte Behala-Geschäftsführer Peter Stäblein. In einem vorläufigen Bebauungsplan ist das Hochhaus zwar vorgesehen, der ist aber rechtlich nicht bindend. „Wir wollen wissen, ob das Volumen noch Gegenstand der Verhandlungen ist“, sagte Stäblein. Ein Investor habe Interesse signalisiert.

Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wähnt man den Senat hinter dem Antrag. „Damit geht der rot-rote Senat erstmals aktiv gegen die Ziele des Bürgerentscheids zum Spreeufer vor. Das ist reine Provokation“, sagt Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne), der jetzt den Antrag prüfen muss. „Das ist ein Schnellschuss“, sagte Carsten Joost von der Initiative „Mediaspree versenken“. Der Senat müsse den Verkauf verhindern. Wie berichtet, wollen Initiative und Bezirkspolitiker in einem Sonderausschuss die Grundstücke im Mediaspree-Gebiet neu diskutieren. Mit dem Vorstoß der Behala sollen Tatsachen geschaffen werden, so die Befürchtung. „Tatsachen schafft die Gegenseite. Da wird das Projekt einfach wegdiskutiert“, entgegnet Stäblein. mj

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