Berlin : Medienpreis: Gewinnen gegen Rechts

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Es gibt ein Netz gegen den Rechtsextremismus. Nicht gewaltbereite Stiefelträger werden darin gefangen, sondern Nachrichten über sie. Und über Menschen, die etwas gegen Neonazis tun. In das Internet-Portal www.netzgegenrechtsextremismus.de (kurz: www.ngrx.de) stellen deutschsprachige Zeitungen und Sender seit einem Jahr Berichte über rechtsextreme Täter und Tendenzen. Das Netzwerk ist erfolgreich: Pro Woche wird es bis zu 236 000 Mal genutzt. Auch Tagesspiegel-Artikel sind dort zu finden. Das ZDF gehörte zu den ersten Aktiven, kürzlich kam der Kulturkanal Arte dazu. Netz-Initiatorin ist die Hamburger Zeitschrift "Die Woche".

Die Woche hat jetzt einen Medienpreis ausgeschrieben. Junge Leute, die sich in ihrer Gemeinde, ihrer Schule oder ihrem Betrieb gegen Rassismus, Antisemitismus und Neonazismus engagieren, sollen materiell unterstützt werden. Um den "Medienpreis Jugend gegen Rechtsextremismus" können sich alle Gruppen bewerben, deren Mitglieder im Schnitt nicht älter als 25 Jahre sind. Bewerben können sie sich mit Texten, in denen sie die Arbeit ihrer Initiativen beschreiben. Bis zum 21. September werden die Bewerbungen von Die Woche, Burchardstraße 19-21, 20095 Hamburg (Stichwort "Medienpreis") oder als E-mail an Medienpreis@NetzGegenRechtsExtremismus.de erwartet. Bis zum 28. September entscheidet eine Journalisten-Jury über die Preisträger. Der erste Preis ist mit 10 000 Mark, der zweite mit 5000 und der dritte mit 3000 Mark dotiert. Überreicht werden die Preise am 12. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse.

Neu unter www.ngrx.de ist die Rubrik "Aktionen gegen Rechts-Extremismus". Dort finden Menschen, die Hilfe brauchen oder geben wollen, Informationen über wichtige Initiativen am Ort. Orientierung im Blätterwald bieten 14 Fragen wie "Was tun Politik, Wirtschaft und Gesellschaft?" Beantwortet werden sie durch Artikel der Medienpartner. Die Deutsche Presseagentur liefert einen Ticker mit aktuellen Nachrichten über Rechtsextremismus.

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