Berlin : Medienprojekt "Klasse!": Die Träume niemals aufgeben

Nadine Gohlke[Marie-Curie-Schule],13[Marie-Curie-Schule]

"Jüngere wollen älter sein"

Mein jetziges Alter (13 Jahre) ist nichts Halbes und nicht Ganzes. Aber ich kann nicht verstehen, warum manche Menschen älter sein wollen als sie sind - man sollte sich doch so mögen und akzeptieren wie man ist. Doch ein Sprichtwort sagt uns, dass die meisten Menschen immer das haben oder sein wollen, was sie nicht besitzen oder sind. Jüngere Menschen wollen älter sein, und ältere Menschen jünger. Auch wenn Erwachsene es vielleicht schwerer haben als Kinder, sollten sie ihre Träume nie aufgeben und ihre Phantasie nie verlieren.

Nadine Gohlke, 13, Marie-Curie-Schule



"Klasse!" Homepage





www.meinberlin.de/klasse





"Mit Familie geborgener"

Ich habe eine Idee, wie mein Leben aussehen soll. Ich möchte mit einer Freundin zusammen leben. Mit einer eigenen Familie werde ich mich ganz anders fühlen, weil das anders ist als alleine zu sein. Man ist geborgener. Ich freue mich schon sehr darauf.

Nunes, 10b, Heinrich-Hertz-Oberschule

"Jungen dürfen sich mehr erlauben"

Erfahrungsgemäß sagt man den Mädchen nach, früher reifer als die Jungen zu sein - aber die Tatsache, dass sich Jungen Verantwortungslosigkeit eher erlauben dürfen als Mädchen, da sie mit der Ausrede "Er ist ja ein Junge!" entschuldigt wird, ist nicht nachvollziehbar. Jungen dürfen oft länger ausgehen und bekommen mehr Taschengeld. Nicht das Alter macht einen Erwachsenen aus, sondern Reife und Weltläufigkeit.

Anita Varoscic, 15, 10a, Albrecht-Dürer-Schule



Grafik:



Umfrage unter den Schülern





"Alkohol erst ab 18"

Ich bin der Meinung, dass man die Regel, mit 18 Jahren wählen zu dürfen, beibehalten sollte. Die meisten jungen Menschen werden erst schrittweise mit der Demokratie vertraut. Außerdem finde ich, dass es strengere Vorschriften für den Kauf von Alkohol und Zigaretten geben müsste. Unfälle werden erst durch zu viel Alkohol verursacht. Also: Alkohol und Zigaretten erst ab 18.

Saskia, Kl. 10a, Ev. Schule Frohnau

"Ich muss mich erst selbst finden"

Wir Jugendlichen haben es schon schwer! Einerseits sehen wir die Erwachsenenwelt vor uns, die uns so fremd erscheint. Die Erwachsenen haben ihren Weg gemacht, sie verdienen Geld, stehen auf eigenen Füßen, wissen, wie man eine Steuererklärung abgibt - sagen sie jedenfalls. Ich betrachte das alles wie durch ein Fenster, und es sind noch so viele Meilen, so viele irreführende Wege zwischen dieser Welt und mir. Ich muss mich selbst erst finden, um den richtigen Weg gehen zu können. Viele versuchen, mich zu beeinflussen. Mein Vater labert mich über seine eigene Jugend voll. Aber das ist nicht meine Generation. Meine Eltern waren in einer Zeit des Aufbruchs jung. Ihre Idole waren Weltverbesserer, Revolutionäre und sozialkritische Liedermacher. Ich habe keine Idole. Wenn ich sehe, was für Idioten heute Anderen als Idole erscheinen - Zlatko, Stefan Raab, Jenny Elvers ..., vergeht mir der Appetit. Dann schon lieber die Weltverbesserer. Der Weg zum Erwachsensein zeichnet sich aus durch Krisen, Gefühlsschwankungen, zu Bruch gegangene Beziehungen und die Angst, einmal auf eigenen Beinen stehen zu müssen.

Tania Gürtler, Klasse 10a, Evangelische Schule Frohnau

"Gehen muss ich alleine!"

Ich denke, auch die Eltern tragen zum Erwachsenwerden ihrer Kinder bei, indem sie uns bei Problemen helfen und Verständnis aufbringen. Aber wenn man nicht losgelassen wird, fällt einem der Weg schwerer!

Lale Simsek, Friedrich-Ebert-Oberschule

"Viele wollen in einer WG wohnen"

Bei einer Umfrage in unserer Klasse und unter Freunden haben wir herausgefunden, dass viele 16- und 17-Jährige später in einer WG wohnen möchten.

Miriam Stoelzel, Nicole Dornbusch, Klasse 4001, Lise-Meitner-Schule

"Ich danke euch für die Liebe"

Ich danke euch für das, was ihr mir gabt, die Liebe, die Zuneigung und das Verständnis. Ihr zeigtet mir zu genießen, zu sprechen, lachen, weinen und ertragen. An euren Händen schreite ich den Weg des Lebens entlang, doch bald muss ich sie loslassenund eine eigene Existenz aufbauen. Aber wahrscheinlich werde ich sie nie richtig loslassen.

Laura Winkler, Friedrich-Ebert-Schule

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