Berlin : Medienprojekt "Klasse!": "Jeder Mensch ist einzigartig"

Nelli Knaub

Sobald Menschen nicht mehr um ihre nackte Existenz kämpfen mussten, begannen sie, in verschiedenen Formen Wettkämpfe zu organisieren. Bei den ersten Olympischen Spielen wurden die ersten Sportidole und Fanatiker geboren. Seit dieser Zeit hat sich viel verändert.

Man hat mehrere neue Sportarten aufgenommen, kann jetzt die Spiele im Fernsehen beobachten. Aber die Gewinner haben auch jetzt ihre Anhänger, die Idole vergöttern und ihnen nacheifern wollen. Besonders begeisterte Fans sind Kinder und Jugendliche. Wenn kleine Jungen Fußball spielen, identifizieren sich einige von ihnen mit Fußballidolen, sie sind in ihren Phantasien die berühmtesten Fußballstars. Wenn ein junger Mensch ein Idol hat, möchte er in vielen Fällen diesem Idol nacheifern. "Was ist daran schlimm?", kann man fragen. Es ist doch gut, wenn man ein gutes Vorbild hat, das sportlich aussieht und einen starken Willen besitzt. Doch wenn man einem anderen nacheifern will, ist man oft mit sich selber unzufrieden. Man möchte auch einen berühmten Namen haben, bekannt, bewundert und bestaunt werden. Nur darin sieht man das Glück des Lebens. Wenn man eines Tages merkt, dass es nicht gelingt, obwohl man sich anstrengt, dann kann man oft in eine schwere Depression geraten, aus der man keinen Ausweg sieht. Doch einen Ausweg gibt es immer. Eine gute Möglichkeit ist ein Sportverein, in dem man nicht nur trainiert, sondern auch neue Menschen kennen lernen und neue Freunde bekommen kann. Viele finden hier eine Möglichkeit, sich mit der Mannschaft zu identifizieren, mit dem Verein. Dadurch fühlt man sich nicht so allein. Außerdem muss man sich eine Frage stellen: Will ich wirklich meinem Idol ähneln? Jeder Mensch ist einzigartig und für etwas Bestimmtes da. Vielleicht sollte man sich nur die guten Eigenschaften zum Vorbild nehmen und nicht die irdischen Menschen vergöttern?

Nelli Knaub

Aussiedler-Lehrgang, Hermann-Ehlers-Schule, Steglitz

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