MEDIZINISCHE VERSORGUNGSZENTREN : Comeback einer Idee aus DDR-Zeiten

Den aus DDR-Zeiten

bekannten Polikliniken ist in Berlin ein Comeback gelungen. Derzeit arbeiten in der Stadt mehr als 700 Ärzte in den 145 „Medizinischen Versorgungszentren“ (MVZ) – so der neue Name für solche Ärztehäuser. Nur in Bayern sind es noch mehr. Von den Berliner MVZs gehören knapp 40 zu einem Krankenhaus, wie zu den DRK-Kliniken.

Vorteil für die Patienten: Die wichtigsten Fachärzte sind unter einem Dach vereint, das bedeutet kurze Wege für die Kranken und für die Doktoren die Möglichkeit, sich bei der Therapie leichter abzustimmen. Alle Mediziner führen für jeden Patienten eine gemeinsame Krankenakte.

Bundesweit gibt es rund 1500 MVZ, davon wurde die Hälfte von niedergelassenen – also freiberuflichen – Ärzten gegründet und betrieben. Im Schnitt arbeiten im jeden MVZ fünf Mediziner. Insgesamt sind bundesweit 7100 Ärzte hier tätig, davon 5800 als Angestellte. Das ist ein Novum, denn üblicherweise wird die ambulante Versorgung in Deutschland von niedergelassenen Ärzten gesichert. I.B.

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