Berlin : Mehdorn kein Fall für Tempodrom- Ausschuss

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Der Vorsitzende des parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur TempodromAffäre, Michael Braun (CDU), glaubt nicht, dass sich der Ausschuss mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen die Deutsche Bahn AG beschäftigen muss. Er verwies darauf, dass die Fälle ganz anders gelagert seien. Wie berichtet, hatten laut „Spiegel“ zwei Staatsanwälte letzte Woche das Büro von Bahnchef Hartmut Mehdorn aufgesucht. Ermittelt wird wegen Mehdorns Teilnahme an einem Sponsoring-Dinner im Sommer 2001, dessen Erlös dem Wahlkampf des Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zugute kam. Organisiert hatte das Essen Tempodrom-Förderer Roland Specker. Zu dem Dinner kamen Manager wie Bahnchef Mehdorn. Jeder spendete 5000 Mark, die im Falle Mehdorns nicht von ihm privat, sondern von der Bahn aufgebracht wurden. Ermittelt wird wegen möglicher Untreue, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte. Den Staatsanwälten seien Unterlagen ausgehändigt worden. Bahnsprecher von der Laden verwies darauf, dass die gleiche Summe der CDU überwiesen wurde. Der Vorwurf werde sich als gegenstandslos erweisen.

Der Untersuchungsausschuss zum Tempodrom wird heute weitgehend ohne Öffentlichkeit tagen. Es sollen Mitarbeiter der Senatswirtschaftsverwaltung zur Bürgschaftsvergabe befragt werden. Volker Liepelt (CDU), Ex-Staatssekretär, habe mitgeteilt, dass er wegen der Ermittlungen gegen ihn nicht aussagen wolle, teilte Braun mit. Für die beiden anderen Zeugen habe die Behörde den Ausschluss der Öffentlichkeit verlangt. Tsp/dpa

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