Mehdorn und Wowereit : War da was?

Ist es nicht schön, dass es noch klassische Männerfreundschaften gibt? Bernd Matthies über einen Sinneswandel an allerhöchster Stelle.

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Klaus Wowereit und Hartmut Mehdorn – zwei, die anpacken und gegenwärtig nur ein Ziel kennen: Den neuen Flughafen zur Jobmaschine machen, auf dass es Berlin und Air Berlin wohl ergehe zum gemeinsamen Nutzen.

Das ist insofern lustig, als beide vor nicht allzu langer Zeit derart ineinander verbissen waren, dass ein Pistolenduell im Morgengrauen die logische Konsequenz zu sein schien. Wowereit und Sarrazin hatten Mehdorns Lebenswerk, die privatisierte Bahn, nach Kräften hintertrieben, bis davon nur noch eine rauchende Ruine blieb, woraufhin der verächtlich von „dem Bürgermeister“ sprach; Wowereit schimpfte zurück, es sei „einer der „größten Skandale“, dass Mehdorn immer noch Bahnchef sei, als dessen Datenaffäre Aufsehen erregte.

So kann es gehen. Wir haben es hier mit Profis zu tun, die sich nicht um ihr dummes Geschwätz von gestern scheren, sondern vorwärts marschieren. Mal sehen, wie lange die Eintracht hält. Vermutlich, bis die dritte Startbahn in Schönefeld auf der Tagesordnung landet.

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