Mehdorns umstrittener Vorschlag : Ramsauer schließt Weiterbetrieb von Tegel aus

Der Vorschlag Hartmut Mehdorns, Tegel möglicherweise auch nach der BER-Eröffnung offen zu halten, hatte viel Verwunderung ausgelöst. Bundesverkehrsminister Ramsauer schließt diese Möglichkeit jetzt aus.

Bundesverkehrsminister Ramsauer hält es für ausgeschlossen, Tegel auch nach der BER-Eröffnung offen zu halten.
Bundesverkehrsminister Ramsauer hält es für ausgeschlossen, Tegel auch nach der BER-Eröffnung offen zu halten.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hält es für ausgeschlossen, den Berliner Flughafen Tegel nach Fertigstellung des neuen Airports BER in Betrieb zu halten. „Alle Verfahren sind abgeschlossen und höchstrichterlich bestätigt“, sagte Ramsauer der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Montag. Die Beschlüsse und die Rechtslage dazu seien „aus unserer Sicht heute noch eindeutig“. Tegel werde - wie vereinbart - sechs Monate nach Inbetriebnahme des BER geschlossen, weil dann die Betriebsgenehmigung erlösche.

Der neue Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn hatte direkt nach seiner Ernennung gesagt, ein Weiterbetrieb Tegels solle geprüft werden. Möglich sei etwa, dass Ferienflieger weiterhin den alten Flughafen nutzten. Damit hatte Mehdorn große Kritik ausgelöst, da die Betriebserlaubnis für den BER an eine Schließung von Tegel geknüpft ist. Ramsauer sagte, die Debatte über ein Offenhalten des alten Flughafens „eröffnet nur neue Gefechtsfelder, die wir derzeit nicht brauchen“.

Die Inbetriebnahme des BER wurde bislang viermal verschoben. Grund sind unter anderem massive Mängel an der Brandschutzanlage. Zur Zeit ist völlig offen, wann am neuen Flughafen die ersten Flieger starten und landen können. (AFP)

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