Berlin : Mehr Freie als Festangestellte

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UMSATZ

Wie eine richtige Erfolgsgeschichte lesen sich die Zahlen der Wirtschaftsverwaltung nicht: 1,9 Milliarden Euro setzten Berlins Designer und Werber im Jahr 2000 um, fünf Jahre später waren es nur noch 1,7 Milliarden. Aber das bedeutet keinen langfristigen Niedergang der Agenturen. Der Rückschlag erklärt sich durch den Zusammenbruch vieler Internet-Firmen nach 2001, von dem sich die Branche nur langsam erholt hat. Mittlerweile verdient sie wieder gut. Viele Unternehmen schaffen auch neue Jobs.

BESCHÄFTIGUNG

Die deutschen Großstädte haben im Bereich moderner Dienstleistungen in den vergangenen Jahren viele zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung errechnet hat, hinkt Berlin jedoch Hamburg, München oder Frankfurt hinterher. Vor allem in den Bereichen Finanzdienstleistungen und Unternehmensberatung fiel Berlin zurück. Bei Werbung, Design und Film hat Berlin jedoch mehr neue Jobs angezogen als andere Städte. Zuletzt hat jedoch nicht die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zugenommen, sondern die der freien Mitarbeiter. Auf gut 10 000 Angestellte kamen im Jahr 2005 fast 13 000 freie Mitarbeiter . Das waren 1600 mehr als 2003. Angesichts des derzeitigen Aufschwungs am Arbeitsmarkt besteht die Chance, dass 2006/2007 auch die Zahl der Festangestellten wieder wächst.

AUSSTELLUNGEN

Der „Designmai“ mit 100 Ausstellungen, Workshops, Präsentationen und Vorträgen findet vom kommenden Sonnabend bis 20. Mai an verschiedenen Orten statt (Das Programm im Internet: www.designmai.de). Einen Vorgeschmack bietet schon jetzt eine Ausstellung junger Designer im Automobilforum Unter den Linden (bis 27. Mai). Veranstalter ist das Netzwerk „berlindesign.net“. Tsp

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