Berlin : Mehr Platz für Südkorea

Land baut in Tiergarten neue Repräsentanz für Konsulat und Botschaft

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Dem symbolischen Spatenstich steht nun nichts mehr im Weg. Der Projektentwickler Züblin und der Botschafter von Südkorea, Youngmin Kwon, haben den Kaufvertrag für das Grundstück unterzeichnet, auf dem eine neue Botschaft entstehen soll. Wenn der Präsident von Südkorea, Roh Moohyun, vom 10. bis 14. April Deutschland einen Staatsbesuch abstattet, wird der erste Spatenstich an der Stülerstraße in Tiergarten einer der wichtigsten Programmpunkte sein.

Südkorea hat von Züblin ein 4000 Quadratmeter großes Grundstück gekauft. Darauf soll der fünfgeschossige Neubau mit rund 4500 Quadratmetern Nutzfläche entstehen. Die Pläne stammen vom Büro Braun, Schlockermann und Partner. Die Fassade zur Stülerstraße wird ein Mix aus Sandstein, Basalt und Messing sein. In dem zwei Geschosse umfassenden Gebäudesockel sind das Konsulat und die repräsentativen Bereiche der Botschaft vorgesehen, in den Etagen darüber die Büros des Botschafters und die der administrativen Abteilungen.

Derzeit ist die Botschaft Südkoreas in einem Bürogebäude am Schöneberger Ufer untergebracht. Weil hier zu wenig Platz ist, befindet sich das Konsulat in der Kurfürstenstraße und die Kulturabteilung ist Mieterin in einem Bürohaus in der Lützowstraße. Mit der Entscheidung für den Standort Stülerstraße sind die Pläne vom Tisch, die Botschaft auf dem Baufeld am Köbis-Dreieck unterzubringen. Der Berliner Projektentwickler Klaus Groth und der Baukonzern Hochtief hatten ebenfalls Gespräche mit den Koreanern geführt, um sie für einen Neubau an der Klingelhöferstraße zu gewinnen.

Doch auch auf dem Köbis-Dreieck geht es voran. Erst kürzlich feierte die Adenauer-Stiftung die Grundsteinlegung für ihren Erweiterungsbau mit zusätzlichen Büros. Und noch ein Grundstein wird gelegt: am kommenden Donnerstag für das Hofjägerpalais. Das ist der offizielle Startschuss für den Bau von vier Wohnblöcken an der Köbisstraße. oew

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