Berlin : Mehr Sicherheit für Ägyptens Botschaft

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Die Ägyptische Botschaft hat ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, nachdem am Dienstag zwei Mitarbeiter in der Pressestelle der Gesandtschaft am Kurfürstendamm verletzt wurden. Wie berichtet, erlitten die beiden Botschaftsangehörigen Augen und Atemwegsreizungen, weil sie ein Päckchen geöffnet hatten, das ein weißes Pulver enthielt. Chemiker des Robert-Koch-Instituts in Wedding untersuchten die Substanz am Mittwoch auf Bakterien und Mikroorganismen, konnten jedoch keine gefährlichen Bestandteile finden. Auf eine chemische Analyse des Pulvers wurde verzichtet.

Bereits am Dienstag hatte die Polizei nach ersten Untersuchungen ausgeschlossen, dass es sich um einen chemischen Kampfstoff oder ein explosives Gemisch handele. Der Verdacht, die Substanz könne möglicherweise Milzbranderreger oder einen anderen chemischen Kampfstoff enthalten, wurde durch die Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts ausgeschlossen.

Den betroffenen Mitarbeitern gehe es inzwischen wieder gut, sagte eine Botschaftsangestellte. Einzelheiten zu den Sicherheitsvorkehrungen nannte die Botschaft aber nicht. Üblich ist aber zum Beispiel in solchen Fällen, die eingehende Post mit einer Art Röntgengerät zu durchleuchten, wie es etwa in israelischen Gesandtschaften seit langem gebräuchlich ist. Auch zum Absender des Päckchens schwiegen die Mitarbeiter. Die Polizei bestätigte aber, dass die mysteriöse Sendung auf Vertreter der christlichen Minderheit in Ägypten, die Kopten, verwies. Ob diese Gruppe tatsächlich hinter dem Anschlag steckt, ist nicht geklärt. Möglich ist auch, dass mit dem Absender nur der Verdacht auf die ägyptischen Christen gelenkt werden soll. weso

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