Berlin : Mehr Sicherheit im Sozialamt

Tempelhof-Schöneberg verstärkt Schutz

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Im Sozialamt von TempelhofSchöneberg soll die Sicherheit verbessert werden. Über konkrete Schritte wird heute der Sozialausschuss der Bezirksverordnetenversammlung diskutieren. Nach Angaben von Sozialstadtrat Bernd Krömer (SPD) wird damit die Konsequenz aus zwei Gewaltvorfällen gezogen. Vor zwei Monaten war ein Mann mit einem Messer auf einen Sachbearbeiter losgegangen; außerdem hatten zwei Männer versucht, die Kasse des Amtes in der Badenschen Straße zu überfallen. Die Zusammenlegung der Abteilungen im Rathaus Tempelhof werde man nutzen, den Bereich besser zu schützen, sagte Krömer. Künftig soll der Empfangstresen mit Sicherheitsglas ausgestattet werden. Außerdem gibt es einen Wachschutz im Haus. „Die Zeiten sind rauer geworden“, sagt Krömer. Gerade Mitarbeiterinnen würden immer wieder unflätig beschimpft. Nach solchen Vorfällen verhängt das Amt Hausverbote.

Die Verschärfung von Sicherheitsvorkehrungen scheint aber die Ausnahme zu sein. In anderen Bezirken hat sich die Situation entspannt. Dies liegt daran, dass ein Großteil der früheren Sozialhilfeempfänger nicht mehr im Sozialamt betreut wird, sondern als Bezieher von Arbeitslosengeld II in den Job-Centern. „Es ist ruhiger geworden“, sagt Reinickendorfs Stadtrat Frank Balzer (CDU). Dies bestätigen seine Kollegen in Neukölln und Charlottenburg-Wilmersdorf, Michael Büge (CDU) und Martina Schmiedhofer (Grüne). Gleichwohl gibt es dort Sicherheitsvorkehrungen. In Neukölln sind auf den Gängen Videokameras installiert, und in Charlottenburg-Wilmersdorf können Mitarbeiter über Alarmknöpfe einen Notruf auslösen. Schutzmaßnahmen gibt es auch in den Job-Centern und Arbeitsagenturen. Dort laufen nach Angaben der Regionaldirektion für Arbeit Wachschutzleute Streife. sik

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