Berlin : Meningitis-krankem Kind geht es besser – dank der Eltern

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Die schnelle Reaktion der Eltern könnte dem an Meningitis erkrankten Neuköllner Jungen das Leben gerettet haben. Sie haben die Symptome gleich erkannt und brachten ihr Kind in der Nacht zu Dienstag sofort ins Krankenhaus. Dem Fünfjährigen geht es nach Auskunft der Klinik inzwischen besser. „Das ist optimal gelaufen“, sagte Amtsarzt Klaus Morawski. In der Kita, die der Junge am Montag noch besucht hatte, ist inzwischen wieder normaler Betrieb. Vier Erzieherinnen waren mit Antibiotika behandelt worden, Ärzte hatten die Kinder untersucht und bei keinem wurden Symptome festgestellt.

Auch die Angehörigen und Kollegen des in derselben Nacht im Klinikum Neukölln an Meningitis gestorbenen 45jährigen Mannes sind bereits geimpft. Weil die Krankheit schon vor einer Woche ausgebrochen war, hätten sich wegen der Inkubationszeit von zwei bis sieben Tagen Krankheitssymptome längst gezeigt, sagte der Amtsarzt. Bei dem Verstorbenen verlief die Infektion jedoch so akut, dass ihm trotz der schnellen Diagnose nicht mehr geholfen werden konnte. Zwischen beiden Fällen gibt es offenbar keinen Zusammenhang.

In den ersten beiden Monaten dieses Jahres sind in Berlin bereits zehn Menschen an Meningitis erkrankt, der Mann aus Neukölln ist das erste Todesopfer. Die Zahl der Erkrankten sei nicht viel höher als in den Vorjahren, teilte die Gesundheitsverwaltung mit. Februar und März gelten als Meningitis-Saison. In der westfälischen Stadt Schwerte sind nach dem Tod einer 14-Jährigen am Montag alle Schulen geschlossen worden.

Die Erreger der Hirnhautentzündung, Meningokokken, werden durch Speichel übertragen, führen aber nur bei geschwächtem Immunsystem zur Krankheit. Hohes Fieber, Schwindel und Nackenstarre sind erste Anzeichen. ak

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