Berlin : Meningitisfälle in Neukölln: ein Toter und ein krankes Kind

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In der Nacht zum Dienstag ist in Neukölln ein 45jähriger Mann an Meningitis gestorben. Ein fünfjähriger Junge wurde gestern ebenfalls mit Hirnhautentzündung ins Klinikum Neukölln eingeliefert.

Nach einem Bericht der rbb-Abendschau wurden drei Erzieherinnen aus der Kita des Jungen in der Rollbergsiedlung vorsorglich mit Antibiotika behandelt. Bei der festgestellten Meningitis soll es sich nach Angaben des Neuköllner Amtsarztes um die bakterielle Form der Krankheit handeln. Zwischen den Fällen konnte bislang kein Zusammenhang festgestellt werden.

Die beiden Meningitis-Erkrankungen sind die ersten, die in diesem Jahr in Berlin auftraten. 2003 war ein elfjähriger Junge aus der Mary-Poppins-Schule in Gatow an der Krankheit, die über Tröpfchen oder Bakterien übertragen wird, gestorben. Deutschlandweit wurden im Jahr 2003 genau 783 Meningitisfälle gemeldet. Die Sterblichkeitsrate beträgt bis zu zehn Prozent. Während eine Hirnhautentzündung bei Erwachsenen oft mit grippeähnlichen Symptomen und Nackensteifigkeit beginnt, reagieren kleinere Kinder meist mit Apathie, Berührungsempfindlichkeit und Krampfanfällen. das

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