• Meoclinic verliert ihren Starchirurgen Rahim Rahmanzadeh verlässt die Privatklinik im Streit

Berlin : Meoclinic verliert ihren Starchirurgen Rahim Rahmanzadeh verlässt die Privatklinik im Streit

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Einen schweren Schlag für ihr Renommee muss die private Meoclinic im Quartier 206 an der Friedrichstraße verkraften: Nach TagesspiegelInformationen verlor sie ihre beiden profiliertesten und profitabelsten Ärzte. Der Starchirurg Rahim Rahmanzadeh und sein Sohn Masyar haben ihre Praxen in der Klinik am vergangenen Mittwoch geräumt. Rahim Rahmanzadeh, der auf Gelenk- und Unfallchirurgie spezialisiert ist, gehörte seit September 2001 der Klinik an und war ihr Ärztlicher Direktor. Gerade wegen der Ramahnzadehs waren viele prominente Patienten in die Klinik gekommen. Denn sie beherrschen eine Operationstechnik für Fuß- und Kniegelenke, die es ermöglicht, jeweils beide Gelenke gleichzeitig zu operieren und kurz nach dem Eingriff wieder belasten zu können. Einer ihrer Patienten ist der Moskauer Oberbürgermeister Jurij Luschkow. Wie es heißt, will sich Luschkow auch weiter nur von den Rahmanzadehs behandeln lassen.

Hintergrund der Kündigung ist ein Streit mit den neuen Betreibern. Nach- dem die Meoclinic Anfang 2003 Pleite ging, übernahmen neue Investoren das Haus – darunter die Fundus-Gruppe, die das Quartier 206 gebaut hatte. Als der neue Geschäftsführer Heinz R. Zurbrügg sechs Ärzte einstellte, um ein interdisziplinäres Orthopädieteam aufzubauen, kam es zum Bruch mit seinem Ärztlichen Direktor. Der fühlte sich hintergangen und empfand das neue Team, das auch Fußoperationen durchführen soll, als direkte Konkurrenz.

Zurbrügg bestätigt den Weggang der beiden Chirurgen: „Wir konnten ihnen aber aus wirtschaftlichen Gründen nicht das gewünschte Monopol überlassen.“ Er weiß, dass ihn dieser Verlust einige Patienten kosten wird. „Aber das können wir ausgleichen.“ Man habe selbst eine vergleichbare Methode zur Fußoperation entwickelt.

Die Ramanzadehs wollen in Berlin oder dessen Nähe bleiben. Dem Vernehmen nach planen Vater und Sohn, eine eigene Privatklinik in Zehlendorf aufzubauen oder an die Privatklinik „Sanssouci“ in Potsdam zu wechseln. Zuvor hatten sie versucht, die Meoclinic nach der Insolvenz selbst zu übernehmen, hatten dann aber wegen zu hoher Mietforderungen davon abgesehen. I.B.

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