Messe : Grüne Woche wird noch grüner

In einer Woche beginnt die 73. Grüne Woche in Berlin. Die Besucher erwartet Essen aus 49 Ländern, Tiere, Blumen und vor allem: Jede Menge Bioprodukte.

Grpüne Woche Bio
Grüne Woche: Doppelt so viel Bioprodukte wie 2007. -Foto: ddp

BerlinAserbaidschan ist zum ersten Mal dabei. Der Staat zwischen dem Kaspischen Meer und dem Kaukasus stellt 2008 seine kulinarischen Spezialitäten erstmals auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin aus. Die aserbaidschanische Küche muss mit den vielen anderen landestypischen Gerichten aus 49 Ländern aller Kontinente um die Gunst der Besucher konkurrieren. Insgesamt präsentieren sich 1500 Aussteller bei der bereits 73. Grünen Woche vom 18. bis 27. Januar.

Am Donnerstagabend eröffnet Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer offiziell die Messe. Erstmals wird die Internationale Agrarministerkonferenz am 19. Januar als Folgeveranstaltung des Ost-West-Agrarforums während der Grünen Woche stattfinden.

Mit dem übergreifenden Thema "Globale Rohstoffe" passt das Treffen nach Meinung von Messesprecher Wolfgang Rogall ideal zu der auf der Agrarmesse stattfindenden "nature.tec". Schließlich gehe es bei dieser Fachschau in Halle 4.2 vor allem um nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie. Auf insgesamt mehr als 3000 Quadratmetern Fläche, doppelt so viel wie 2007, werden Biowaren präsentiert.

Verbraucher wollen wissen, woher das Essen kommt

Und noch etwas ist anders in diesem Jahr: "Eine neue Qualität erhält die weltweit größte Verbraucherschau durch das Interesse der Lebensmitteleinzelhändler und der Markenartikler", erklärt Rogall. Diese stellten jetzt immer häufiger aus, um mit ihren Kunden direkt in Kontakt zu treten und diese beispielsweise über Inhaltsstoffe und Produktionswege der Waren zu informieren.

Rogall zufolge interessiere es den Verbraucher immer stärker, woher sein Essen kommt. Auf der Grünen Woche könne ganz unproblematisch eine direkte Kommunikation mit dem Kunden stattfinden. Nach der Discounterkette Lidl im vergangenen Jahr werde sich diesmal Rewe "ganz groß" auf dem Erlebnisbauernhof vorstellen.

Wie bereits in den vergangenen Jahren bezieht die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen in Halle 25 ihren Platz. Die Gesellschaft hat in diesem Jahr die Bronzepute zur gefährdeten Nutztierrasse des Jahres gewählt. Neben dieser Putenart werden weitere 50 Rassen vorgestellt, die vom Aussterben bedroht sind. Schönheit fürs Auge und nicht für den Gaumen erlebt der Besucher in der internationalen Blumenhalle 9b. Unter dem Motto "Blütenreise durch Asien" erwarten ihn dort etwa 30.000 Blüten.

Volle Hallen erwartet

Neben vielen ausländischen Staaten stellen sich auch alle Bundesländer bei der Grünen Woche vor. Die Stände würden beispielsweise von der EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel und den Agrarministern vieler Länder besucht, kündigt Rogall an. Bundespräsident Horst Köhler habe sein Kommen für eine Preisverleihung am 22. Januar zugesagt. Schweizer Politiker werden ebenfalls erwartet, schließlich ist das deutsche Nachbarland dieses Mal Partnerland der Grünen Woche.

Volle Hallen prognostiziert Rogall auch für dieses Jahr. Weit mehr als 400.000 Besucher werden auf der Grünen Woche erwartet. Nicht alle kommen ausschließlich wegen des Essens auf die auch als "Fressmesse" bekannte Schau. Viele wollen sich angemessen über Produktneuheiten und Trends informieren. Das zeigt auch die Zahl von rund 90.000 angemeldeten Fachbesuchern. (nim/ddp)

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