Berlin : Messer, Schere, Skalpell

Die Stechereien nehmen kein Ende

Kein Ende der Messerattacken: Am Sonntagnachmittag ist ein 26-Jähriger in seiner Wohnung in der Tieckstraße in Mitte durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden. Als Tatverdächtigen hat die Polizei einen ein Jahr älteren Bekannten des Opfers festgenommen. Glimpflicher lief ebenfalls am Sonntag ein Raubüberfall an der Nordhafenbrücke in Moabit ab: Zwei Mädchen überfielen dort eine 16-Jährige und stachen ihr mit einem Messer in den Oberarm.

Dabei sind es nicht immer Messer, mit denen die Täter zustechen. Erst am vergangenen Freitag wurde, wie berichtet, ein 33-Jähriger in der U-Bahnlinie 1 von sechs Männern angegriffen – hier war es ein Skalpell, mit dem einer von ihnen dem Opfer dann eine Schnittwunde am rechten Bein zufügte. Einen Tag zuvor bediente sich ein 26-Jähriger einer Schere, um seinem Zechkumpanen bei einem Streit in einer Steglitzer Wohnung ins Becken zu stechen.

Indessen schweigt der mutmaßliche Täter, der am vergangenen Mittwoch den 23-jährigen Darius E. an einem Badesee in Tegel niedergestochen hat, weiterhin. Aus Ermittlerkreisen hieß es, dass die Tatwaffe ein Klappmesser mit einer acht Zentimeter langen Klinge war, mit der Erol A. das Opfer erstochen haben soll. Es wurde kurz nach dem Mord sichergestellt.

Damit zählt das Messer nicht zu den verbotenen Stichwaffen, denn laut Waffenrecht sind Messer erst dann verboten, wenn die Klinge länger als 8,5 Zentimeter ist oder das Messer zu den ohnehin verbotenen Spring-, Faust-, Fall- oder Butterflymessern gehört (Fotos unter www.polizei.berlin.de). tabu

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