Berlin : Messer-Überfall auf Mutter mit Säugling und Kleinkind

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In Neukölln ist am Sonntagmorgen eine junge Frau auf der Straße beraubt worden – obwohl sie neben ihrer vierjährigen Tochter auch einen erst sieben Wochen alten Säugling auf dem Arm hatte. Die 30-Jährige hatte sich mit ihren Kindern gegen 7.30 Uhr in der Werrastraße an einer Hauswand untergestellt, weil es plötzlich stark zu regnen begonnen hatte. Plötzlich stand ein Mann vor ihr, hielt ihr ein Messer vors Gesicht und forderte Geld. Erschrocken und verängstigt übergab die Frau ihr Portemonnaie, der Mann rannte damit davon, Richtung Sonnenallee. Körperlich verletzt wurde niemand bei diesem Überfall, hieß es im Präsidium.

Das Opfer konnte eine genaue Täterbeschreibung abgeben. Danach soll der Mann 25 bis 35 Jahre alt sein und arabischer oder nordafrikanischer Herkunft sein. Auffällig seien die Hakennase und die tiefliegenden Augen. Bekleidet war der Räuber mit einem schwarzen Kapuzenpulli, roter Jogginghose und weißen Turnschuhen. Die Kapuze soll er sich bei der Tat ins Gesicht gezogen haben. Über die Höhe der Beute konnte die Polizei nichts sagen.

Ähnlich beschämend war die Tat eines deutschen Neonazis genau zwölf Stunden zuvor: In einem BVG-Bus in Marienfelde beleidigte er ein etwa sechs bis acht Jahre altes Kind ausländerfeindlich und brüllte mehrfach „Sieg Heil!“. Als ein 18-Jähriger dazwischenging, erhielt dieser einen Fußtritt gegen das Knie. An der nächsten Haltestelle stiegen die beiden Männer aus, die Polizei nahm den betrunkenen 27-Jährigen fest. Er ist bereits wegen politischer rechtsmotivierter Taten bekannt. Der Junge vermutlich türkischer Herkunft war mit dem Bus weitergefahren.

Am Montag war in Kreuzberg eine 85-Jährige in ihrer Wohnung überfallen und beraubt worden. Die beiden Männer hatten der Frau offenbar beim Nachhausekommen im Hausflur aufgelauert. Als sie ihre Tür aufschloss, wurde sie in den Flur ihrer Wohnung gestoßen. Mit Geld und Schmuck flüchteten die Täter, sie nahmen der Frau auch den Hausnotruf und ihren Gehstock weg.

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