Berlin : Messerstiche in der Imbissbude

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Ein kleiner Streit unter Russlanddeutschen endete im Imbiss tödlich: Eugen S. stach auf einen Mann ein, mit dem er am Abend zuvor noch gezecht hatte. Vor dem Berliner Landgericht sprach der 28-Jährige S. gestern von einem Angriff des Opfers. Er habe einen Schlag gegen den Kopf bekommen. „Da brannte mir die Sicherung durch und ich stach zu“, ließ S. im Prozess um Totschlag erklären.

Der tödlichen Auseinandersetzung am 4. Juli 2005 in Marzahn war nach Version von S. eine Schlägerei am Vortag vorausgegangen. Ohne den Anlass zu kennen, habe er sich eingemischt und einem Kumpel geholfen. Stark angetrunken sei er dann in einem Gebüsch aufgewacht und habe seine Börse mit 200 Euro vermisst. Als er am nächsten Tag mit einem Kumpel erneut im Imbiss auftauchte, um nach seinem Portmonee zu suchen, sei es zum Streit gekommen. Dass er ein Messer zog, bedauere er sehr. Das 22-jährige Opfer hatte einen Stich in der Leistengegend erlitten und war am Tatort gestorben. Der Prozess wird Mittwoch fortgesetzt. K. G.

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