Metalldiebe in Falkensee : ICE-Strecke Hamburg-Berlin stundenlang gesperrt

Sieben Stunden lang ging hier fast nichts mehr. In der Nacht hatten Kabeldiebe die Anlagen zerstört und gestohlen. Fahrgäste mussten viel Geduld aufbringen.

Jörn Hasselmann
Abfahrt in Hamburg-Altona.
Abfahrt in Hamburg-Altona.Foto: dpa

Sieben Stunden war am Sonnabend die wichtige Schnellstrecke zwischen Berlin und Hamburg gesperrt. Unbekannte hatten bei Finkenkrug Kabel zerschnitten und gestohlen. Dadurch fielen auf der Strecke zwischen Falkensee und Finkenkrug die Signale aus. Entdeckt wurde der Diebstahl gegen 2 Uhr früh. Auf dem blockierten Abschnitt wurden im Regionalverkehr Ersatzbusse eingesetzt. Fernzüge wurden umgeleitet über die „Amerikabahn“ zwischen Stendal und Uelzen. Die Fahrtzeit der ICE nach Hamburg verlängerte sich beträchtlich, da die Trasse zum Teil immer noch eingleisig ist. Um 9 Uhr wurde die für Tempo 230 zugelassene Hauptstrecke nach Hamburg wieder freigegeben, noch am frühen Nachmittag hatten die Fernzüge nach Hamburg jedoch noch Verspätungen, da sich der Verkehr nur langsam normalisierte. Hinweise auf ein politisches Motiv gibt es dem Vernehmen nach nicht.

Historische Fotos vom Bahnhof Spandau
Das Bild zeigt den Bahnhof Spandau, 1990 (heute S-Bhf: Stresow). Wir gucken gen Westen und stehen auf der heutigen ICE-Trasse.Weitere Bilder anzeigen
1 von 54Foto: Historische Sammlung der Deutschen Bahn AG/Sigmar Weber
31.05.2017 08:29Das Bild zeigt den Bahnhof Spandau, 1990 (heute S-Bhf: Stresow). Wir gucken gen Westen und stehen auf der heutigen ICE-Trasse.
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