Berlin : Metronetz: BVG fährt ab auf „Formel M“

Klaus Kurpjuweit

Die BVG fährt jetzt „Formel M“. Analog zur „Formel 1“ der Autorennen will sie mit der Werbekampagne unter diesem Motto ihre 24 neuen Metrolinien bekannt machen, die zum 12. Dezember eingeführt werden. Entwickelt wurde die Kampagne mit einem weißen „M“ auf einem orangefarbenen Kreis von der Agentur Heymann Schnell, die auch für die Stadtreinigung die erfolgreiche Aktion „We kehr for you“ gestaltet hatte.

Die Werbung für ihr neues Konzept „BVG 2005 plus“ lässt sich das Unternehmen nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Andreas von Arnim rund fünf Millionen Euro kosten. Hinzu kommen weitere fünf Millionen Euro für interne Umstellungsarbeiten. Doch bereits nach acht oder neun Monaten sollen sich diese Ausgaben amortisiert haben. Denn die BVG will mit ihrem Konzept rund acht Millionen Euro pro Jahr an Kosten sparen, weil die Busse und Straßenbahnen insgesamt weniger Kilometer zurücklegen. Dies wird durch Streckenstreichungen, kürzere Betriebszeiten und weniger häufige Fahrten erreicht. Dabei soll aber das Angebot nur für fünf Prozent der Berliner verschlechtert werden, sagt BVG- Planungschef Tom Reinhold.

Über 1,2 Millionen Berliner (37 Prozent) erhielten dagegen ein besseres Angebot, vor allem durch die neuen Metrolinien – neun bei den Straßenbahnen und 15 bei den Bussen. Sie sollten tagsüber mindestens alle zehn Minuten fahren. Weil mehrere Linien der Metrostraßenbahn aber zwei verschiedene Endstationen haben, bleibt es auf diesen Außenstrecken bei einem 20-Minuten-Takt. Neben diesem Kernnetz, zu dem auch die S- und U-Bahn-Linien sowie die Expressbusse gehören, gibt es ein Ergänzungsnetz, in dem auf den zwölf Straßenbahn- und 121 Buslinien in der Regel alle 20 Minuten ein Fahrzeug kommt.

Neue Fahrgäste sollen fast zehn Millionen Euro zusätzlich in die Kasse bringen, hofft der BVG-Vorstandschef Andreas von Arnim. Um das neue Angebot bekannt zu machen, erhalten die Bürger Pläne mit den Linien in ihrer Umgebung; in Läden, Praxen, Kneipen und Behörden liegen Unterlagen aus. An 40 Orten baut die BVG ab 12. Dezember Infostände auf, und auch in Beilagen der Zeitungen gibt es Informationen.

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