Millionengewinn für Filmstudio : Homeland rettet Babelsberg

Das Filmstudio Babelsberg vermeldet einen Millionengewinn für 2015. Grund für die positive Entwicklung sei unter anderem die verbesserte Auslastung bei der Studiovermietung.

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Hauptsache blond. Neben Claire Danes (li.) war auch Nina Hoss mit von der „Homeland“-Partie.
Hauptsache blond. Neben Claire Danes (li.) war auch Nina Hoss mit von der „Homeland“-Partie.Foto: Kalaene/dpa

Doppelter Grund zur Freude bei Studio Babelsberg: Am Sonntag feierte das Traditionsfilmstudio in München die Premiere der Babelsberg-Koproduktion und Skispringer-Komödie „Eddie the Eagle“, am Montag vermeldete das Unternehmen gute Nachrichten zur Geschäftsbilanz des vergangenen Jahres. Nach dem Minusjahr 2014 machte die Studio Babelsberg AG nun fünf Millionen Euro Plus vor Steuern. 2014 hatte das Studio mit einem Verlust von 2,4 Millionen Euro abgeschlossen.

Grund für die positive Entwicklung sei die verbesserte Auslastung bei der Studiovermietung, bei den Produktionsdienstleistungen sowie in den Bereichen Ausstattung und Kulissenbau, hieß es. Das Studio war im vergangenen Jahr mit der fünften Staffel der US-Serie „Homeland“ über Monate hinweg eingespannt. Vom Ergebnis waren Zuschauer und Kritiker in den USA begeistert. In Deutschland läuft die Staffel ab dem 3. April immer sonntags im Spätprogramm von Sat.1.

Noch keine Aussichten aufs laufende Jahr

Weitere Großprojekte 2015 waren der Dreh von „A Cure for Wellness“ mit „Fluch der Karibik“-Regisseur Gore Verbinski, das von Luc Besson produzierte Actiondrama „The Lake“ und die Neuverfilmung des Hauff-Märchens „Das kalte Herz“. Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Krimi-Mehrteiler „Babylon Berlin“ von Tom Tykwer. Dafür baut das Studio eine neue Außenkulisse, die „Neue Berliner Straße“. Vier Kulissen-Straßenzüge sollen beim Dreh verschiedene Viertel Berlins darstellen.

Zu den Aussichten für das laufende Jahr will das Unternehmen aber derzeit noch keine Prognose abgeben. Wegen der „unsicheren Auftragslage“ und der großen Investitionsvorhaben sollen die Babelsberg-Aktionäre auch erneut auf eine Dividende verzichten.

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