Berlin : Millionenspende für das Wannseebad

Privatfirma sponsert Sanierung. Bis zum hundertjährigen Jubiläum im Jahr 2007 soll Europas größtes Binnenseebad wieder wie neu sein

Werner Schmidt

Sportsenator Klaus Böger (SPD) hat es fest versprochen: „Wir werden – und das ist ungewöhnlich für Berlin – mit der Sanierung des Strandbads Wannsee im Zeitplan fertig werden“, sagte er gestern zu. Der Zeitplan endet im Mai 2007 – zur Feier des 100-jährigen Bestehens von Europas größtem Binnenseebad. Gebaut wird dort schon seit rund einem Jahr. Anlass für das Versprechen war die symbolische Übergabe eines Schecks über eine Million Euro durch die Firma Ströer an die Stiftung Denkmalschutz Berlin, die alle denkmalgeschützten Bereiche – Treppen, Umkleidehäuser und Promenadendecks – herrichtet. Die Firma Ströer verdient ihr Geld mit Werbung und unterstützt daneben finanziell die Erhaltung denkmalgeschützter Bauwerke. Unter anderem hat sie auch 4,2 Millionen Euro zur Sanierung des Brandenburger Tores gestiftet. Für die Herrichtung des Wannseebades hat sie weitere 2,7 Millionen Euro zugesagt. Sie werden in monatlichen Raten von je 100 000 Euro überwiesen, sagte Ralf-Thomas Stichel von der Ströer-Geschäftsleitung. Auf fast 60 sieben Meter hohen Werbepostern, die in der Stadt aufgestellt sind, greift die Firma das Thema Wannsee auf. Ein Teil der Einnahmen aus der Werbung geht an die Stiftung Denkmalschutz.

Für die seit bald 30 Jahren geplante Komplettsanierung des Bades fehlte bisher immer das Geld, bis sich vor rund drei Jahren die Stiftung Denkmalschutz einschaltete und versprach, die notwendigen Mittel von rund 8,5 Millionen Euro für die Sanierung der denkmalgeschützten Bereiche über private Sponsoren sicherzustellen. Im Juli vergangenen Jahres beschloss der Senat schließlich, mit den Bauarbeiten zu beginnen und stellte weitere rund vier Millionen Euro für die Erneuerung der technischen Anlagen bereit.

Dank der Millionenspende könne der erste Bauabschnitt am ersten der zwei Gebäude in den kommenden Wochen beendet und der nächste Bauabschnitt begonnen werden, sagte der Geschäftsführer der Stiftung Denkmalschutz und frühere Landeskonservator Helmut Engel.

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