Berlin : Missbrauch der eigenen Tochter: Mutter zu Bewährungsstrafe verurteilt

Eine 46-Jährige Frau ist am Donnerstag vom Landgericht wegen sexuellen Missbrauchs der eigenen Tochter zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Gegen den Verlobten der Frau verhängten die Richter eine Haftstrafe von dreieinhalb Jahren. Das Paar wurde des gemeinschaftlichen sexuellen Missbrauchs an dem Kind schuldig gesprochen. Nach Überzeugung des Gerichts war es zwischen 1994 und August 1999 in nachweislich zehn Fällen im Beisein der Mutter zwischen ihrem Verlobten und dem Kind zu mehreren Missbrauchstaten gekommen. Der Gelegenheitsarbeiter hatte das Mädchen mehrfach zum Anal- und Oralverkehr sowie zu sexuellen Handlungen an der eigenen Mutter gezwungen. Bei dem 50-Jährigen kam strafverschärfend hinzu, dass das Kind erst sieben Jahre alt war, als sich der Angeklagte das erste Mal an ihm verging. Die Frau musste sich vorhalten lassen, als Mutter "total versagt" zu haben. Es sei nicht zu entschuldigen, so der Richter, dass sie aus Angst, ihren Partner zu verlieren, die sexuellen Übergriffe duldete und sich sogar selbst daran beteiligte. Das heute 14-jährige Mädchen lebt derzeit im Heim. Nach Aussage der Anwältin will die Schülerin aber wieder zu ihrer Mutter und deren Freund zurück.

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