Missbrauchvorwurf in Berliner Kita : Mitarbeiter erhält Hausverbot

Die Berliner Kita Hephata reagiert: Wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs erhält ein Mitarbeiter Hausverbot.

Frank Bachner
Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)
Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa/Archiv

Die Kindertagesstätte Hephatha in Britz hat auf den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs reagiert: Der beschuldigte Mitarbeiter aus dem technischen Bereich hat Hausverbot erhalten, zudem leitete der Träger der Kita, der Evangelische Kirchenkreis Neukölln, ein Kündigungsverfahren ein. Das teilte die Kita am Donnerstag mit Eine Erzieherin hatte die Kitaleitung informiert, weil sie einen Missbrauchs-Verdacht hatte.

Die Polizei spricht allerdings von Ermittlungen „wegen eines sehr vagen Anfangsverdachts“. Nach Angaben des stellvertretenden Superintendenten des Kirchenkreises Neukölln, Ingo Arndt, „steht Aussage gegen Aussage“. Der Beschuldigte bestreite die Vorwürfe. Die Kita habe auch deshalb reagiert, um späteren Vorwürfen von Eltern vorzubeugen“. Sprich: Sollte sich der Verdacht erhärten, wäre die Aufregung groß, wenn der Beschuldigte weiterhin in der Kita gearbeitet hätte. Die Zeugenbelastung, sagte Arndt, sei so schwerwiegend, dass man diese Konsequenzen ergriffen hätte.

Der Vorfall habe sich am 13. Januar zugetragen. Zuvor habe sich der Mitarbeiter, der seit zwei Jahren bei der Kita ist, unauffällig verhalten. „Wir als Träger haben die Verantwortung, den Vorfall schonungslos aufzuklären“, sagte Arndt. Die Arbeit in der Kita müsse aufgrund des Vorfalls „eher nicht“ geändert werden. Die Mitarbeiter seien schon jetzt sensibilisiert für das Thema Missbrauch.

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