Berlin : Misshandlung: Mutter lebte im Wohnheim

Das vierjährige Mädchen, das wegen mehrerer Verletzungen am Körper und dem Verdacht einer Misshandlung ins Krankenhaus eingeliefert worden war, soll auf dem Weg der Besserung sein: „Wir sind sehr froh. Es geht ihr schon wesentlich besser“, sagte Yvonne Lieske, Mitarbeiterin des Prisod Wohnheimbetriebs in Pankow. Dort war das kleine Mädchen gemeinsam mit seiner 27-jährigen Mutter und seinen vier Geschwistern seit drei Wochen untergebracht. Wie berichtet war gegen die Mutter ein Hafbefehl erlassen worden, weil sie im Verdacht steht, ihre Tochter misshandelt zu haben.

Nach Angaben der Mitarbeiterin des Wohnprojekts habe es im Vorfeld keinerlei Verhaltensauffälligkeiten der 27-jährigen Mutter gegeben. „Ich kenne die Frau bereits aus einer anderen Unterkunft. Sie war sehr hilfsbereit und ist vorher nicht gegenüber ihren Kindern gewalttätig aufgefallen“, so Lieske. Die aus dem ehemaligen Jugoslawien stammende Mutter lebe mit ihren Kindern seit drei Monaten in Berlin und habe sich sehr gut entwickelt.

In dem Wohnprojekt in Pankow sei die Frau regelmäßig von Sozialarbeitern betreut worden. Es habe viele positive Gespräche mit ihr gegeben. „Dieses Problem haben wir nicht vorhersehen können. Wir sind uns keiner Schuld bewusst“, sagte Lieske. Das Mädchen werde derzeit noch im Krankenhaus behandelt, ihre vier Geschwister seien bei der Großmutter und würden von Mitarbeitern des Jugendamts betreut. Jetzt wird ermittelt, ob die Kinder regelmäßig eine Schule besuchen. kh

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