Berlin : Mit Bildern sprechen

Wie Schwerstbehinderte lernen, sich auszudrücken

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Außergewöhnlich ist in der ArnoFuchs- Schule auch die im Haus angesiedelte „Beratungsstelle für unterstützte Kommunikation“, ein sonderpädagogisches Zentrum. Maria Rochol versucht hier, mit Schwerst- und Mehrfachbehinderten Kommunikationsformen zu entwickeln, damit auch diejenigen, die sich nicht durch Lautsprache ausdrücken können, sich mit der Umwelt verständigen lernen. Denn nur so können sie an der Gesellschaft teilnehmen.

Manche Kinder zeigen auf Piktogramme oder Fotos. Andere lernen Tasten und Knöpfe zu drücken, um sich mit Hilfe von elektronischen Signalen mitzuteilen. Mit anderen übt Rochol Gesten und mimische Formen ein. Und für einige ist es schon ein großer Erfolg, wenn sie lernen, die Augenlider in bestimmten Rhythmen zu öffnen und zu schließen, so dass sich Buchstaben ablesen lassen oder wenn sie es schaffen, ihren Kopf gezielt in bestimmte Richtungen zu drehen.

„Die Kinder lernen in kleinen Schritten“, sagt Rochol, „man darf sie nicht überfordern.“ Es sei wichtig, dass man in der Eingangsstufe mit der Sprachförderung beginne. „Da ist die Fruststufe noch nicht so hoch.“ Wenn Rochol keinen Einzelunterricht gibt, geht sie in die Klassen und Werkstätten und berät die anderen Lehrer, wie sie jeden einzelnen Schüler in seiner Ausdrucksfähigkeit noch besser fördern können. Was die Kinder hier an Sprachfähigkeit nicht lernen, können sie später nicht mehr aufholen. clk

Jeden Montag von 13 bis 15 Uhr ist die Beratungsstelle auch für die Allgemeinheit geöffnet.

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