Berlin : Mit dem VIP-Ticket durch die Extratür

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Ausstellung „Das MoMA in Berlin“

Björn Rosen

Die Organisatoren rechnen mit einem gewaltigen Andrang: Bis zu einer Million Besucher werden beim Gastspiel des New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) erwartet. Täglich wären das etwa 5000 Gäste für die Kunstausstellung, die am heutigen Freitag in der Neuen Nationalgalerie beginnt. „Wir haben das Personal für Kassen und Sicherheit deshalb deutlich aufgestockt“, sagt André Odier. Odier ist Pressesprecher beim „Verein der Freunde der Nationalgalerie“, der die Bilderschau mit mehr als 200 Meisterwerken von Cézanne bis Picasso nach Berlin geholt hat. Wie sich die Organisatoren außerdem auf die Ausstellung vorbereiten und worauf sich Besucher einstellen sollten – dazu acht Fragen und Antworten.

Wann ist die Ausstellung geöffnet?

Ab 1. September öffnet die MoMA-Schau am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 8 bis 24 Uhr, Freitag von 8 bis 2 Uhr, Samstag von 10 bis 2 Uhr und Sonntag von 10 bis 24 Uhr. Die Kassen öffnen jeweils eine halbe Stunde früher. Montags ist Ruhetag. Ein Zugang für Rollstuhlfahrer ist vorhanden.

Wie viel kostet der Eintritt?

Von Dienstag bis Freitag kosten die Karten zehn, ermäßigt fünf Euro. Am Wochenende ist der Eintritt teurer. Dann bezahlen Besucher 12 beziehungsweise sechs Euro. Mit den Tickets kann man sich in der Ausstellung aufhalten, bis das Museum schließt. Verkauft werden sie in einem Kassenhäuschen vor dem Museum und in den Infozentren der Berlin Tourismus Marketing, die sich am Fernsehturm, am Pariser Platz und im Europa-Center befinden. Schüler, Studenten, Wehr- und Zivildienstleistende, Arbeitslose und Schwerbehinderte erhalten gegen Vorlage eines entsprechenden Nachweises Ermäßigung. Wer eine „Jahreskarte Plus“ für die Staatlichen Museen zu Berlin (Preis: 80 Euro) besitzt, kommt gratis in die Ausstellung, muss aber genauso warten.

Was bringen VIP-Tickets?

Mit diesen Eintrittskarten muss man garantiert nicht anstehen: Für VIP-Karten-Besitzer gibt es einen separaten Eingang und eine separate Garderobe. Die Tickets kosten aber 27 Euro. Sie sind ausschließlich bei der Agentur Interklassik in der Budapester Straße 2 (Telefon: (030/26022222) erhältlich. VIP-Tickets gelten nur an bestimmten Tagen. Außerdem muss die Ausstellung innerhalb eines festgelegten Zeitfensters (10 bis 13 Uhr oder 14 bis 17 Uhr) betreten werden. Dann können die Besucher aber bleiben, bis das Museum schließt. Das Kontingent der teuren Karten ist begrenzt.

Wird es Warteschlangen vor dem Museum geben?

Ja. Die Organisatoren rechnen mit Gästen aus aller Welt. Aus Sicherheitsgründen dürfen sich maximal nur 1000 Besucher im Museum aufhalten. Bildet sich eine Warteschlange, sollen so genannte MoMAnizer – die meisten von ihnen Kunststudenten – helfen. „Sie werden die Wartenden unterhalten und über die Ausstellung sowie die Geschichte des MoMA und der Berliner Nationalgalerie informieren“, sagt André Odier, Pressesprecher der Organisatoren. Insgesamt gibt es über 60 MoMAnizer. Von Freitag bis Sonntag werden jeweils sechs von ihnen im und vor dem Museum arbeiten. Außerdem wird entlang einer möglichen Warteschlange Kaffee verkauft.

Wann ist der günstigste Zeitpunkt, um die Ausstellung zu besuchen?

Die Tage direkt nach der Eröffnung einer Ausstellung und kurz vor ihrem Ende sollte man meiden, informiert der Besucherdienst der Staatlichen Museen zu Berlin. Für genauere Einschätzungen sei es aber noch zu früh. Fest steht: Berliner sollten eher in der Woche in die Schau gehen. Am Wochenende wird mit vielen Gästen aus anderen Teilen Deutschlands und Europas gerechnet. Dann ist der Andrang besonders groß.

Dürfen Besucher Mäntel und Taschen mit in die Ausstellung nehmen?

Nein. Mäntel und Jacken müssen auf jeden Fall abgegeben werden. „Durch sie würde Feuchtigkeit in die Ausstellung gelangen. Das wäre sehr schädlich für die Bilder“, erklärt Pressesprecher Odier. Auch größere Taschen und Rucksäcke müssen an der kostenlosen Garderobe hinterlassen werden. Handtaschen dürfen mit in die Ausstellung. Zu den ausgestellten Bildern sollten Besucher 80 Zentimeter Abstand halten, die durch ein Podest angezeigt sind. Andernfalls wird Alarm ausgelöst. Das Fotografieren ist verboten.

Müssen sich Schulklassen und große Gruppen anmelden?

Ja. Anmeldungen sind telefonisch unter (030/2662557695) möglich. Pressesprecher Odier empfiehlt aber, eine E-Mail zu senden: an schule@das-moma-in-berlin.de oder an gruppen@das-moma-in-berlin.de. Gruppen sollten aus minimal 15 und maximal 20 Leuten bestehen. Eine Führung in deutscher Sprache kostet 65 Euro. „Es sind schon sehr viele Buchungen eingegangen. Interessierte sollten sich beeilen“, sagt Odier.

Wo bekommen Interessierte weitere Informationen?

Im Internet unter der Adresse www.das- moma-in-berlin.de. Die MoMA-Hotline hat die Rufnummer (0180/52210349).

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