Berlin : Mit der Scheckkarte öffnete er die Türen

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Frank P. wurde im Juni 1989 zu 13 Jahren Haft und Sicherheitsverwahrung verurteilt.

Die Vergehen. Zwischen Juli 1987 und Juni 1988 überfiel er zwölf Frauen im Alter von 20 bis 30 Jahren, die allein zu Hause waren. P. war stets maskiert, bedrohte seine Opfer mit einem Messer oder einer Pistole, fesselte, knebelte und vergewaltigte sie.

Der Einbruch-Trick. P. öffnete die Wohnungstüren seiner Opfer, indem er die Schnapper an den Schlössern nicht abgeschlossener Türen mit einem Draht oder einer Scheckkarte zurückdrückte. Das brachte ihm den Spitznamen „Der Schnapper“ ein.

Die Flucht. Nach seiner Flucht am 3. Mai aus der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik soll P. in zwei Wohnungen an der Schlangenbader Straße (Wilmersdorf) eingebrochen sein. Ob er auch hier die Türen nach seiner bewährten Methode öffnete, wollte die Polizei „aus ermittlungstaktischen Gründen“ nicht sagen.

Die Folgen. Bisher prüft die Strafvollstreckungskammer jährlich, ob P. entlassen werden kann. Diese Chance hat er mit seiner Flucht vertan. weso

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