Berlin : Mit einem echten Glööckler den Flutopfern helfen

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Schlappe 15 000 Euro ist der „Pompöös“-Modemacher Harald Glööckler wert. So viel kostet das Bild, das im Atrium der Berliner Bank in der Hardenbergstraße hängt und den Künstler zeigt. Selbstgemalt. Der Autodidakt entwirft nicht nur Mode, sondern wirft auch immer öfter Farbe auf Leinwand aller Größen – 44 Bilder sind bis zum 29. September dort zu sehen, wo es sonst mit Zahlen cool zur Sache geht. Am Donnerstagabend zur Vernissage mit Modenschau ging es bei den Bankern eher heiß zur Sache – deren geladene Privatkunden kamen recht unfein ins Schwitzen. Nicht, weil der bekannteste Berliner Gesichtsverschönerer ihnen Düsteres prophezeite, sondern weil die Klimamanlage den Geist bei so viel blau- und andersblütigem Andrang aufgab. An dessen oberste Stelle hatte die Gästeliste „Ihre Königliche Hoheit Prof. Dr. Theophana Prinzessin von Sachsen Herzogin zu Sachsen“ vor den nicht gekommenen Diepgens und den anwesenden, aber unbekannten „Königlichen Hoheiten Susann Prinzessin und Franz Friedrich Prinz von Preußen“ gestellt. Düster soll es ab Herbst auch nicht auf den Konten, sondern um die Augen der Damen aussehen – „ohne Schwarz geht gaaaar nichts“, verriet Starvisagist René Koch Pariser Schmink-News. Auch Berliner Musical-Neuigkeiten – im nächsten Jahr soll es eines über ihn geben. Als Mephisto verspricht Koch darin den Damen ewige Schönheit. Am Donnerstag verfielen diese zunächst erst mal begeistert in einen pompöösen Moderausch – auch wenn nicht alle so gertenschlank wie Katja Steffel waren, um eine hautenge Korsage à la Pompöös erwägen zu können. Eher schon dessen hochgeschlitzte Schlaghosen, wie sie Ulla Klingbeil hochmodisch zur Schau trug. Wer sich den Glööckler übers Sofa hängt, hilft mit der Hälfte des Kaufpreises übrigens Flutopfern - da sollten Bankkunden den Euro nicht lange umdrehen. hema

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