• Mit Notizblock, Holzstock und Baskenmütze Ausstellung zum 50. Todestag Ernst Reuters eröffnet

Berlin : Mit Notizblock, Holzstock und Baskenmütze Ausstellung zum 50. Todestag Ernst Reuters eröffnet

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Ernst Reuters Sekretärin war eine gewissenhafte Frau. An jenem 29. September 1953 notierte sie im Terminkalendar des Regierenden Bürgermeisters sorgfältig untereinander: Ältestenrat, Treffen mit schwedischen Journalisten, Fraktionssitzung. Am Abend fügte sie noch einen Satz hinzu: „Unser unvergesslicher Chef gestorben.“ Jetzt liegt der Terminkalender in einer Vitrine im Roten Rathaus, daneben Reuters Baskenmütze und sein Spazierstock. Sie ist gewissermaßen das Herzstück der Ausstellung „Ernst Reuter 18891953“ , die am Montagabend eröffnet wurde. Und sie ist das Lieblingsausstellungsstück von Sohn Edzard Reuter. „Dass hier der Mensch lebendig wird, finde ich sehr schön.“

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit würdigte seinen Amtsvorgänger als unermüdlichen Vorkämpfer für die Wiedervereinigung. Reuter amtierte von 1948 bis 1953 als Oberbürgermeister und Regierender Bürgermeister in der geteilten Stadt. Während der sowjetischen Blockade war er maßgeblich daran beteiligt, dass der Westteil Berlins aus der Luft versorgt wurde. Am 29. September jährt sich sein Todestag zum 50. Mal. Und zu diesem Anlass hat das Landesarchiv über 100 Fotos von Reuter zusammengetragen. Zu sehen sind Dinge aus seinem persönlichen Besitz, Dienstausweise und Ernennungsurkunden. Die Ausstellung läuft noch bis zum 30. Oktober, im Roten Rathaus, montags bis freitags, 9 bis 18 Uhr, Eintritt frei. kf

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