Berlin : Mit Schröder im Kanzlerpark, mit Struck im Zelt

Bundesregierung lädt zum Tag der offenen Tür am 16. und 17. August

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Wie kann ein normaler Bürger ohne weiteres mit Bundeskanzler Gerhard Schröder ins Gespräch kommen? Der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg gibt einen Tipp: „Halten Sie sich im Kanzlerpark auf, und achten Sie darauf, wo sich eine Menschentraube bildet.“ Dort müsse der Kanzler stehen, mit Glück könne man ihn sprechen. Der Andrang allerdings wird enorm sein. Mindestens 100 000 Besucher werden erwartet, wenn die Bundesregierung am Wochenende des 16. und 17. August zum Tag der offenen Tür bittet. „Einladung zum Staatsbesuch“ heißt das Motto. Zwischen 10 und 18 Uhr sind nicht nur das Kanzleramt und sein Park, sondern auch 13 Bundesministerien und das Presse und Informationsamt zu besichtigen. Bundeskanzler Gerhard Schröder und viele Regierungsmitglieder wollen dabei sein und diskutieren. Im Park des Kanzleramtes wird ein historischer Jahrmarkt aufgebaut, es gibt Essen und Trinken.

Das Kanzleramt ist wieder ein Schwerpunkt des Tags der offenen Tür, den es bereits zum fünften Mal gibt. „Der Bau ist zum Markenzeichen der Stadt geworden“, sagte Thomas Steg, als er am Dienstag das Programm vorstellte – natürlich im Kanzleramt. Die Besucher des Tags der offenen Tür, das zeigten Umfragen, seien vor allem an diesem Gebäude, aber auch an der Architektur der anderen Regierungsgebäude interessiert. Und sie wollten an Ort und Stelle mit Regierungsvertretern über Politik reden. Bundeskanzler Schröder will das am Sonntagnachmittag tun, und damit ihn jeder sieht, wird er auch auf einer Bühne stehen.

Neben dem Kanzler stellen sich die Bundesministerinnen Renate Künast, Renate Schmidt, Ulla Schmidt, Heidemarie Wieczorek-Zeul und Brigitte Zypries in ihren Häusern dem Bürgergespräch. Ebenso die Minister Wolfgang Clement, Manfred Stolpe und Peter Struck sowie Kulturstaatsministerin Christina Weiss und Regierungssprecher Béla Anda. Wegen Urlaubs fehlt voraussichtlich Außenminister Joschka Fischer, aber er könnte auch noch als „Überraschungsminister“ erscheinen. Die Ministerien haben spezielle Veranstaltungen geplant, das Kanzleramt eine Ausstellung über die sieben Bundeskanzler, Verteidigungsminister Struck will ein Zelt-Dorf aufbauen, wie es in Kabul steht. Außerdem soll es mit den Kommandeuren der Auslandseinsätze Live-Schaltungen geben.

Ein Bus wird zwischen den Veranstaltungsorten verkehren, dort liegen auch Programmhefte aus. Besuchern wird empfohlen, wegen möglicher Kontrollen den Personalausweis nicht zu vergessen. Die offene Tür kostet den Bund 460 000 Euro. C.v.L.

Weitere Informationen unter www.bundesregierung.de

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