Berlin : Mit Steinbrück durch die Hölle

Michael Ciminos Vietnam-Film „The Deer Hunter“, für den der deutsche Verleih leider den reißerischen Titel „Die durch die Hölle gehen“ wählte, hat zu Berlin eine besondere Beziehung: Seine Aufführung im Wettbewerbsprogramm der Berlinale 1979 löste einen der größten Eklats der Festivalgeschichte aus: Erst zog sich die Delegation der UdSSR wegen der Darstellung des Vietcong (besondere Vorliebe: Russisches Roulette mit Gefangenen) zurück, andere Ostblock-Delegationen folgten, darunter die der DDR. Heute zählt der Film mit Robert De Niro und Meryl Streep zu den Klassikern des Genres – und er ist einer der Lieblingsfilme von Peer Steinbrück. Mit dem SPD-Politiker und Iris Berben als Gastgeberin beginnt am 30. November, 19.30 Uhr, in der Astor Film Lounge, Kurfürstendamm 225, die neue, öffentliche Veranstaltungsreihe „Mein Film“. Alle drei Monate präsentieren dabei Prominente aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Sport einen Film, der in ihrem Leben und Denken eine bedeutende Rolle gespielt hat. Steinbrück begründet seine Wahl so: „Der Film zeigt auf erschütternde Weise die persönliche Traumatisierung und gesellschaftliche Zerrüttung durch Krieg.“ ac

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