Berlin : Mit vollen Segeln

Tagesspiegel-Cup mit 30 Teams am Wannsee

Dramatische Szenen spielten sich bereits vor dem Start ab. Auf der Fahrt zum ersten Vorlauf des zweiten Tagesspiegel-Hochschulcups, der am Sonnabend auf dem Wannsee ausgetragen wurde, kenterte die Segeljolle von Jörg Hanisch und Anke Hentschel. Mit Blaulicht sicherte ein Boot der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) die Unfallstelle auf dem Wasser. Erst nach mehreren Versuchen gelang es den beiden Sportlern, das fünf Meter lange Schiff aufzurichten. Nach einer halben Stunde Verspätung, gegen 11 Uhr, konnte das Rennen dann beginnen, an dem Studenten, Universitätsmitarbeiter und Ehemalige teilnahmen.

Nichts für Leichtmatrosen also, der Tagesspiegel-Cup. Insgesamt 30 Teams mit jeweils zwei Seglern beteiligten sich in diesem Jahr an der Regatta. Darunter auch Izzet Furgaç, Professor für Technologie- und Innovationsmanagement an der SRH-Hochschule Berlin und Michael Kaczmarek, das Siegerteam des Vorjahres. „In diesem Jahr stellen alle drei Unis ungefähr die gleiche Anzahl an Wassersportlern“, sagte Eduard Neuberg-Winkler, einer der Organisatoren des Wettbewerbs. Vorbereitet wurde das Rennen vom Tagesspiegel sowie von Freier Universität (FU), Humboldt-Universität (HU) und Technischer Universität (TU). Die Idee dazu ergab sich aus der Kooperation dieser Zeitung mit den Sportfachbereichen der drei Universitäten. Bereits im Jahr 2005 hatte der Tagesspiegel drei Jollen für HU, TU und FU gesponsert. „Die Zusammenarbeit mit den Berliner Hochschulen hat eine lange Tradition“, sagte Frank Lüdecke, Sprecher der Tagesspiegel-Geschäftsführung, morgens vordem Start. Wegen des böigen Windes war es schon eine Herausforderung für manchen Sportler, das Boot überhaupt ins Wasser zu bekommen. Bei teilweise strömendem Regen mussten die Teilnehmer zunächst in mehreren Vorrennen gegeneinander antreten, ehe in zwei Finalrunden die Sieger ermittelt wurden .

Zuschauer an Land, die vom Gelände des Wassersportzentrums der FU in Zehlendorf die Wettläufe verfolgten, konnten sich von einer fachkundigen Kommentatorin über die Ereignisse auf dem Laufendem halten – oder während einer der stündlich startenden Wannsee-Rundfahrten mit dem TU-Segelschiff „Pinguin“ die Ereignisse verfolgen. „Das Boot wurde schon 1925 gebaut und gehört seit 1976 der TU“, erzählte Skipper Martin Pichura. In Schuss gehalten wird der zwölf Meter lange Holzkreuzer von Studenten. Allerdings, so Pichura, sei das Interesse der Hochschüler am Segeln in den vergangen Jahren etwas zurückgegangen. Am Samstag mussten die Passagiere allerdings auf der „Pinguin“ mit anpacken.

Gegen 19.30 Uhr wollte Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt dann die Sieger ehren. Am Abend ist eine Beachparty mit Bier, Bratwurst und Livemusik geplant – Entspannung nach dem aufregenden Tag auf dem Wasser. F.B.

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