Berlin : Mitarbeiter unzufrieden - sie müssen ihr Leben neu organisieren

Mit der Novellierung des Ladenschlussgesetzes vor drei Jahren haben im Handel neue Arbeitszeitmodelle Einzug gehalten. Rund zwei Drittel der Beschäftigten mussten nach einer Studie von Soziologen der Freien Universität (FU) Berlin ihr Leben stark umorganisieren. Lediglich für eine Minderheit habe sich bei den Arbeitszeiten nichts geändert.

Analysiert wurden in 17 Einzelhandelsbetrieben die Folgen der verlängerten Öffnungszeiten für die Branche. Danach arbeiten 58 Prozent der Unternehmen in einer Fünf-Tage-Woche mit schichtähnlichen Regelungen. Knapp ein Drittel entschied sich für eine Vier-Tage-Woche. 41 Prozent bevorzugten variable Modelle. Besonders kritisieren die Beschäftigten der Untersuchung zufolge die Abendarbeit. Nach einem durchschnittlichen Arbeitstag sind ein Drittel um 19 Uhr, knapp zwei Drittel um 20 Uhr und 95 Prozent um 21 Uhr zu Hause. Rund drei Viertel der Befragten beurteilen diese Entwicklung negativ.

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