Mitgliedervotum : Post verzählt sich bei den SPD-Wahlbriefen

Bisher haben doch erst 44,7 Prozent aller SPD-Mitglieder ihre Stimme abgegeben und sich für einen der drei Kandidaten für die Nachfolge von Klaus Wowereit entschieden. Die SPD ist verärgert über den Fehler bei der Post.

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Die Berliner SPD organisiert ein Mitgliedervotum - analog zum Votum über den schwarz-roten Koalitionsvertrag 2013. Foto: dpa
Die Berliner SPD organisiert ein Mitgliedervotum - analog zum Votum über den schwarz-roten Koalitionsvertrag 2013.Foto: dpa

Zwei Wochen nach Beginn des verbindlichen Mitgliedervotums für die Nominierung eines Nachfolgers von Klaus Wowereit haben bislang 44,7 Prozent der SPD–Mitglieder in Berlin ihr Kreuzchen gemacht. Bisher wurden 7692 von 17 220 Wahlbriefen zurückgeschickt und nicht 8788, wie es Anfang der Woche hieß. Das wären 51 Prozent gewesen. „Die Deutsche Post hat uns gegenüber diesen Fehler schriftlich mitgeteilt und sich dafür entschuldigt“, sagte Landesgeschäftsführer Dennis Buchner. Er sei über diesen Fehler der Post „hoch verärgert“. Denn alle Stimmzettel werden direkt an die Deutsche Post geschickt und bis zur Auszählung am kommenden Sonnabend, 18. Oktober, verwahrt.

Die SPD hat weder Zugriff auf das Postfach noch einen Überblick über die eingehenden Briefwahlstimmen. „Wir sind deshalb auf die korrekte Angabe von Zwischenständen angewiesen“, sagte Buchner. Am 18. Oktober werden die Stimmzettel ausgezählt. Die versiegelten Postkisten werden am Morgen zur SPD-Parteizentrale transportiert. Dann werden etwa 30 Mitglieder einer Wahlkommission die Stimmen bis Nachmittag auszählen. Zur Wahl stehen Senator Michael Müller, Fraktionschef Raed Saleh und Parteichef Jan Stöß.

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