Berlin : Mitte: Die letzten Tage des Mehlschwalbenhauses

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Das leer stehende Hochhaus an der Mollstraße 31 wird abgerissen. Mehr als zehn Jahre vergammelte das "Mehlschwalbenhaus" genannte Gebäude. Zahlreiche Investoren interessierten sich für den Bauplatz an der Ecke Prenzlauer Allee und sprangen wieder ab. Der jetzige Investor, die Bauart Beteiligungs GmbH&Co. Mollstraße KG, macht tatsächlich Ernst. Vom 3. September an wird Geschoss für Geschoss abgetragen. Bis zum Jahr 2004 soll ein Ensemble mit einem 300-Betten-Hotel, Büros, Restaurants und Wohnhäusern entstehen.

Nach Angaben des Bauherrn sind 60 Prozent aller Büros und Geschäfte bereits vermietet. Der Hof der Anlage soll begrünt werden, sogar ein Spielplatz mit Wasserspielen entstehen. Die dadurch wegfallenden Parkplätze sollen durch Mietplätze in zwei geplanten Tiefgaragen ersetzt werden.

Schon seit dem Frühjahr wacht ein Ornithologe darüber, dass nicht wieder Vögel in dem Haus nisten. Denn das würde den Abriss verzögern, schließlich stehen Mehlschwalben unter Naturschutz. Die Nachbarn können das Baugeschehen überwachen - mit Lärm- und Erschütterungsmessern. Damit die durch die Baustelle hervorgerufenen Belastungen nicht zu groß werden.

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