Berlin : Mitte: Fischerinsel erhält neuen Block

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Auf der Fischerinsel, wo noch vor einem Jahr die markante, frühere Gaststätte "Ahornblatt" stand, entsteht nun ein siebengeschossiges Hotel mit 238 Zimmern und ein Dienstleistungszentrum. Für den voraussichtlich 70 Millionen Mark teuren Neubau nach Plänen des Architektenbüros Nalbach und Nalbach wurde gestern der Grundstein gelegt. Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) sagte während der Veranstaltung, mit dem Bau komme das 1999 vom Senat beschlossene Planwerk Innenstadt einen Schritt weiter, das die "Reurbanisierung" des historischen Zentrums der Stadt verfolge. Gegen den Abriss des Ahornblatt an der Gertraudenstraße, Teil eines zu Beginn der 70er Jahre im Stil der Nachkriegsmoderne errichteten Hochhausensembles, hatte es heftige Proteste gegeben.

Auf dem Grundstück will der Bauherr PHF Projektgesellschaft bis zum kommenden Jahr eine siebengeschossige Blockbebauung mit rund 7700 Quadratmeter Wohnfläche, knapp 12 000 Quadratmeter Bürofläche und einem Hotel errichten. Im Parterre sollen öffentliche Einrichtungen, Restaurants und Läden Platz finden.

Ursprünglich hatte der Investor geplant, das Ahornblatt stehenzulassen und daneben ein Hochhaus zu errichten. Dann verabschiedete das Abgeordnetenhaus jedoch das Planwerk Innenstadt, das an der Stelle weitere Hochhäuser ausschließt. Die Pläne wurden geändert, der Neubau sollte nun in die Breite gehen, das Baudenkmal Ahornblatt verschwinden. Nach den Vorgaben des Planwerks Innenstadt werde die Gertraudenstraße durch Wohn- und Geschäftshäuser neu gefasst, sagte Strieder. Die Verkehrsflächen auf der Fischerinsel würden verkleinert. Es würden "Orte mit hoher Aufenthaltsqualität" entstehen".

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