Berlin : Mitte: Hat Katarina Witt die richtige Hausverwaltung?

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Katarina Witt kann aufatmen. Der größte Ärger scheint vorbei, die Wut der Mieter ihres Hauses in der Krausnickstraße 22 in Mitte ist verraucht. Vor einer Woche noch hatten sie über Wasser im Keller, einen nicht nutzbaren Hof und provisorische, an Bretter genagelte Briefkästen geklagt (der Tagesspiegel berichtete). Ein Teil des Hofes ist inzwischen begrünt, die neuen Briefkästen sind nutzbar und auch die Kellerfenster sollen in den nächsten Wochen repariert werden, verspricht der Anwalt der Eiskunstläuferin, Wolfgang Müller. Im August wollen Mieter, Vermieter und Hausverwaltung die restlichen Streitigkeiten am Runden Tisch besprechen. Das größte Problem sei die zuständige Hausverwaltung, die Quadrat-Grundstücksverwaltung, die bei Probemen kaum zu erreichen sei, klagten die Mieter.

Auch beim Mieterverein ist diese Hausverwaltung dafür bekannt, langsam zu reagieren. "Zu uns kamen in den vergangenen Jahren diverse Mieter, die sich darüber beklagten, dass die Hausverwaltung sie lange hinhält", erklärt Götz Rohde, Rechtsberater beim Berliner Mieterverein. Viele hätten den Eindruck, die Probleme sollen solange verschleppt werden, bis die Mieter die Lösung selbst in die Hand nehmen.

Das können die Mieter manchmal, aber nicht immer. Am 26. April 2001 morgens um 7.20 Uhr fiel der Familie Kobow aus Steglitz buchstäblich die Decke auf den Kopf. Oder vielmehr ins Bett. "Ein Knacken hatte uns vorgewarnt. So konnten wir noch schnell aus dem Zimmer laufen, ansonsten hätten uns die 16 Quadratmeter Rigips wahrscheinlich erschlagen", sagt Katarina Kobow. Die Verwalter - auch hier ist die Quadrat-Grundstücksverwaltung zuständig - seien wie immer nicht zu erreichen gewesen. Später dann, wies sie die Verantwortung von sich. Decken seien Mietersache, der entstandene Schaden von 3500 Mark somit auch. Daraufhin nahm sich die Familie erstens einen Anwalt und zweitens zog sie um. "Wir haben einen zweijährigen Sohn und wollten nicht warten, bis die anderen ebenfalls baufälligen Decken auch noch runterkommen." Erst nach monatelangem Streit beglich die Hausverwaltung den Schaden. Die Mietkaution, um die man stritt, soll nun überwiesen werden.

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