Mitte : Pech mit Glücksspiel: Kaffeehaus-Verlosung gestoppt

Das dubiose Internet-Gewinnspiel um ein Café in der Friedrichstraße wurde abgebrochen. Es sollte diesen Freitag enden, wurde aber laut Betreiber Markus Balcarek vor einigen Tagen gestoppt, weil das Brandenburgische Innenministerium prüfe, ob das Spiel legal sei.

Das dubiose Internet-Gewinnspiel um ein Café in der Friedrichstraße wurde abgebrochen. Es sollte diesen Freitag enden, wurde aber laut Betreiber Markus Balcarek vor einigen Tagen gestoppt, weil das Brandenburgische Innenministerium auf eine Anzeige aus dem Bundesland hin prüfe, ob das Spiel legal sei. Auf der Internetseite des „Delicious“ konnte man gegen eine Gebühr von 9,99 Euro mit der schnellen Lösung von Rechenaufgaben ein Kaffeehaus – laut Veranstalter im Wert von rund 200 000 Euro – gewinnen.

Problematisch war das Spiel, weil es erst ab 10 000 Teilnehmern stattfinden sollte, die Veranstalter aber in jedem Fall 5,99 Euro Bearbeitungsgebühr pro Teilnehmer einbehalten wollten. Ein Gewinner hätte auch nicht die Immobilie gewonnen, sondern die Chance, den Pachtvertrag fortzuführen – falls die Hausverwaltung zustimmt. Tatsächlich zu gewinnen war das Inventar, was aus den Teilnahmebedingungen zunächst nicht hervorging. Unklar ist, wer für eine Überprüfung des Spiels zuständig ist: Man könne nicht eingreifen, da es um „Rechenaufgaben, nicht um Zufallsabhängigkeit“ gehe, erklärte Steffen Pohlmann von der für Glücksspiel zuständigen Senatsinnenverwaltung. So sei das Spiel absichtlich angelegt. Die Landesmedienanstalt sieht sich nicht zuständig und erklärte, das Spiel sei „eine Sache der Polizei“. Dazu jedoch sei es zu „clever gemacht“, sagt Peter Lischke von der Verbraucherzentrale Berlin.

Vor wenigen Tagen hatten die Veranstalter eine Verlängerung des Spiels angekündigt, wenn die Teilnehmerzahl nicht reiche. Nun haben sie alle Gebühren zurückerstattet und warten auf „Antwort vom Innenministerium.“ lea

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