Berlin : Mitte: Richtfest am S-Bahnhof Friedrichstraße

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An der Friedrichstraße werden die letzten freien Flächen überbaut. Am Donnerstag wurde Richtfest für den Neubau vor dem Internationalen Handelszentrum (IHZ) gegenüber dem S-Bahnhof Friedrichstraße gefeiert. Vor dem bereits 1978 fertig gestellten 25-geschossigen Handelszentrum ließ die WBMI Real Estate Aktiengesellschaft innerhalb eines Jahres zwei siebenstöckige Wohn- und Bürohäuser mit knapp 24 000 Quadratmeter Nutzfläche auf U-förmigem Grundriss errichten. Die beiden Gebäude sollen im Herbst nächsten Jahres fertig sein und dann eine Fassade aus hellem Sandstein zeigen. Zu den ersten Mietern zählen die Adam Opel AG und ein italienisches Unternehmen, das ein "Vier-Sterne-Plus"-Hotel eröffnet. Die WBMI investiert 153 Millionen Mark in die Neubauten. Das Unternehmen gehört zur Wohnungsbaugesellschaft Mitte.

Mit den beiden Neubauten dürfte die nördliche Friedrichstraße bald so quirlig sein wie der südliche Teil. Gegenüber errichtet die Züblin Projektentwicklungs GmbH für 400 Millionen Mark das "Friedrich-Carré" - Geschäfts-, Wohn- und Bürohäuser. So viel neuer Büroraum - im Fall des neuen IHZ 6100 Quadratmeter - seien nicht zu viel des Guten, sagte beim Richtfest Senatsbaudirektor Hans Stimmann. Das Überangebot in der Stadt sei "ganz normal und trägt dazu bei, dass die Mietpreisentwicklung moderat bleibt".

Stimmann sprach sich auch gegen das Ansinnen aus, an der Friedrichstraße ein weiteres Hochhaus zu bauen. Es würde nicht in den "barocken Stadtgrundriss" passen. Für Hochhäuser sei am Alexanderplatz, am künftigen Lehrter Bahnhof oder in der City-West Platz. Der Bau des alten IHZ war 1976 nach einem Beschluss des DDR-Ministerrates begonnen worden.

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