Berlin : Mix it, Lady

Eva Köhler brachte bei Klavierspiel und Wachteln Diplomaten-Frauen und sozial Engagierte zusammen

Elisabeth Binder

Mit so einem Aufmerksamkeitsschub hatten sie nicht gerechnet. Anne Kreiling und Christoph Nachtigäller von der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen „Achse“ erzählten begeistert, wie sich ihre Arbeitsbedingungen verbessert haben, seitdem im März vergangenen Jahres Eva Luise Köhler die Schirmherrschaft übernommen hat.

Die beiden waren gestern Mittag zu Gast bei einem Neujahrsempfang, den Eva Luise Köhler gab, unter anderem für die Angehörigen von hier stationierten Diplomaten, für Künstler und Repräsentanten der Projekte, die sie besonders unterstützt. Beim Defilee im Salon Ferdinand überbrachten überwiegend Damen ihre guten Wünsche, aber auch einige Herren. Mit dabei waren die Präsidentin des Willkommen-Clubs beim Auswärtigen Amt, Mary Ellen von Schacky-Schultz und ihre Vorgängerin Anne-Marie Ziefer, die Präsidentin vom Ambassadors Club, Mania Feilcke, die Intendantin der Deutschen Oper, Kirsten Harms, die für den Kaiser-Friedrich-Gedächtnis-Verein engagierte Anna-Maria Erlen, Rita Süssmuth und Gisela von der Planitz, die Frau des Protokollchefs im Auswärtigen Amt.

Einige Botschafterfrauen waren in besonders schönen Landestrachten erschienen, der Rahmen war betont elegant. Frische Hyazinthen parfümierten dezent die Luft, charmant aufgelegte Diener servierten unter anderem Wachtelbrühe aus winzigen weißgoldenen KPM-Tässchen. Das „Trio Alpézso“ spielte Werke von Schubert und Haydn. Es war, wie Eva Köhler ihren Gästen auf Deutsch und Englisch berichtete, beim Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Wettbewerb als jüngstes Trio mit einer Förderprämie der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ausgezeichnet worden. Sie habe im vergangenen Jahr eine Vielzahl von interessanten Projekten kennen gelernt und vor allem großartige Beispiele für bürgerschaftliches Engagement in diesem Land. Die besondere Zusammensetzung ihres Neujahrsempfangs hatte sie auch gewählt, damit sich neue Chancen ergeben, „Gutes zusammen zu tun.“

Anne Kreiling hatte Infoblätter mitgebracht und nutzte die Chance zu erklären, mit welchen Problemen die etwa vier Millionen Deutschen konfrontiert sind, die unter einer der 5000 seltenen Erkrankungen leiden. Oft wissen sie gar nicht, was sie eigentlich haben. Dann fehlen wirksame Medikamente und Therapien, weil es natürlich nicht lukrativ ist, über seltene Erkrankungen zu forschen. Umso wichtiger die Aufmerksamkeit, und die erhielt durch interessiert lauschende Meinungsführerinnen bei diesem nützlichen Neujahrsempfang noch mehr Schub.

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