Mobbing-Vorwürfe : Jüdische Gemeinde entlässt Personalchef

Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Lala Süsskind, reagiert auf Kritik und entlässt den Personalchef. Mitarbeiter der Gemeinde hatten von einer „Atmosphäre der Angst“ und von „Mobbing“ berichtet.

Claudia Keller

Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde hat Konsequenzen aus internen Querelen gezogen und sich von dem Personaldezernenten getrennt. Am Montag soll ein Nachfolger gewählt werden. Welche Gründe die Gemeindevorsitzende Lala Süsskind und ihr Team zu dem Schritt bewogen haben, wollte die Gemeinde am Donnerstag nicht sagen.

Personaldezernent Mark Jaffé war in die Kritik geraten, weil Mitarbeiter von einer „Atmosphäre der Angst“ und von „Mobbing“ berichtet hatten und viele Auseinandersetzungen zwischen dem Personalchef und dem Vertrauensrat vor dem Schiedsgericht gelandet waren. Umstritten war auch die von ihm forcierte Anschaffung von 14 Dienstwagen für die 11 000 Mitglieder starke Gemeinde. Jaffé hatte alle Vorwürfe zurückgewiesen und unter anderem betont, dass die neuen Dienstwagen ein gutes Geschäft für die Gemeinde seien. Vor einem Monat noch war ein Misstrauensantrag der Opposition im Gemeindeparlament gegen ihn gescheitert.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben