Mode : Glamour für alle auf der Fashion Week

Mit der Fashion Week hält ab Mittwoch der Chic wieder Einzug in Berlin, doch nicht nur auf exklusiven Laufstegen und Messen. Fast überall in der Stadt wird es Mode zu sehen geben, und viele Veranstaltungen sind sogar frei zugänglich.

von
Auf der Straße des 17. Juni sind hinter dem Brandenburger Tor bereits Hallen für die Fashion Week Berlin aufgebaut.
Auf der Straße des 17. Juni sind hinter dem Brandenburger Tor bereits Hallen für die Fashion Week Berlin aufgebaut.Foto: dpa

Die Einladungen sind verschickt, die Plätze reserviert. Wer auf die am Mittwoch beginnenden Modemessen und -schauen will, muss zum ausgewählten Fachpublikum gehören. Da aber Mode, spätestens wenn sie in den Läden hängt, für alle da sein sollte, stellen wir hier die Veranstaltungen vor, die öffentlich sind.

ALLES ÖKO

Auch diesmal spielt Ökomode wieder eine große Rolle. Öko-Modetrends für diesen Herbst und Winter können zum Beispiel im Greenshop im Hotel Adlon (6. bis 8. Juli, 10–20 Uhr) entdeckt werden. Auch im ecoShowroom, Almstadtstraße 35 in Mitte, steht die Kombination aus Nachhaltigkeit und Luxus im Mittelpunkt. Hier geht es aber nicht nur um neue Trends, sondern auch ums Riechen, Schmecken und Fühlen (offen für alle am 8. Juli, 11 bis 19 Uhr, und am 9. Juli, 12 bis 16 Uhr).

Auf dem Lavera-Showfloor läuft Öko-Avantgarde über den Catwalk. Sogar bei der Kosmetik der Models wird auf die Natur geachtet. All das bei freiem Eintritt und ohne Voranmeldung in der Karl-Marx-Allee 131a in Friedrichshain (6. bis 8. Juli, jeweils um 18.30, 20 und 23 Uhr).

MIT TUNNELBLICK

Wedding Dress hat sich mittlerweile zu einem richtigen Mode-Freiluft-Festival etabliert. Auf der langen Shoppingmeile zwischen den U-Bahn-Stationen Bernauer Straße und Voltastraße werden 150 Designer am Sonnabend (12–24 Uhr) und Sonntag (11–20 Uhr) auf dem Fashionbasar ihre Mode unter die Leute bringen. Um diese in Kauflaune zu versetzen, gibt es Modenschauen und Konzerte. Und die Ladenflächen in der Brunnenstraße 64 werden für einen 500 Quadratmeter großen Designer-Sale mit Mode, unter anderem von Kilian Kerner, Franzius und dem Taschenlabel Gretchen genutzt. Mehr Infos unter www.weddingdress6.de

U-Bahnfahren ist in Berlin an sich nichts Besonderes. Wenn dabei Mode gezeigt wird, dagegen schon. Beim Underground Catwalk am Mittwoch laufen die Models gleich zweimal durch die Wagen. Einmal um 19.30 Uhr in Streetwear und um 21.30 Uhr in Lack- und Ledermode für Grufties, Emos und andere dunkle Gestalten. Einsteigen können alle ab 18 Jahre am Bahnhof Alexanderplatz in der U5-Station. Karten gibt es nur im Vorverkauf unter www.underground-catwalk.de

Die Designerin Svenja Specht möchte, dass möglichst viele Menschen ihre Mode, die sie unter dem Namen Reality Studio vertreibt, sehen. Deshalb lässt sie die Models am Mittwoch um 20 Uhr vor der Alten Schönhauser Straße 6 in Mitte auf und ab laufen.

ALLER ANFANG

Wer nach all dem Shoppen nicht mit schlechtem Gewissen nach Hause gehen will, der kann sich ab diesem Montag im Konk-Shop in der Kleinen Hamburger Straße 15 in Mitte T-Shirts von zwölf Labels wie Kaviar Gauche, Lala Berlin und Schumacher anschauen und kaufen. initiiert wurde das Ganze vom Magazin „Petra“, der Erlös geht an Unicef.

Junge Designer von der Kunsthochschule Weißensee stellen ihr Potenzial in einer Show am Freitag um 16 und 19 Uhr im Haus der Kulturen der Welt unter Beweis. Die Karten gibt es im Vorverkauf unter www.eventim.de, www.hkw.de oder im Haus der Kulturen der Welt.

Am Dienstag zeigen fünf Absolventen der Universität der Künste ihre Abschlusskollektionen um 21 Uhr im Trafo an der Köpenicker Straße 59–73. Restkarten gibt es an der Abendkasse.

ALLES KOPIERT

Dass man mit einem Fotokopierer eine Menge Spaß haben kann, weiß jeder, der schon mal seine Wange auf das Gerät gelegt hat. So ein Bild von Supermodel Kate Moss hängt im Kulturforum am Potsdamer Platz neben etwa 400 Fotografien, Printmedien, Zeichnungen und Filmen, bei denen es um Modefotografie und Illustration aus den Jahren 1980 bis 2010 geht. Die Ausstellung „Visions & Fashion“ läuft noch bis zum 9. Oktober.

Echte Kleider, unter anderem von der Avantgarde-Designerin Iris van Herpen, die ihre Kollektion auch auf der Mercedes-Benz Fashion Week vorführt, gibt es hingegen bei „Basic Instincts“ zu sehen, einer Ausstellung über aktuelles Design aus den Niederlanden. Neben Mode werden in der Villa Elisabeth in der Invalidenstraße 3 bis zum 31. Juli auch Möbel, Fotografien und Architekturmodelle gezeigt. Weitere Informationen gibt es unter www.premsela.org.

PARTYSTIMMUNG

Zum Anfang der Fashion Week schmeißt die Projektgalerie&Friends am Dienstag ab 21 Uhr eine „Opening Party“. Das Ganze ist umsonst und findet um die neue Veranstaltungshalle der Messe für Avantgardemode in der Alten Münze am Molkenmarkt 2 in Mitte statt (www.projektgalerie.net).

Mehr Mode für alle findet man unter: www.fashion-week-berlin.com

0 Kommentare

Neuester Kommentar